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Mainzer Unternehmensbefragung 2022: „Hohe Standortzufriedenheit und Loyalität zum Unternehmensstandort“

„Die Mainzer Unternehmen sind mit ihrem Standort zufrieden und sind diesem gegenüber loyal. Auch blicken die Unternehmen trotz der großen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. Als größte Probleme werden die Themen Energie- und Rohstoffpreise sowie die Gewinnung von Fachkräften genannt. “ So lassen sich die Ergebnisse der Mainzer Unternehmensbefragung 2022 zusammenfassen. Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung finden Sie unter: www.mainz.de/unternehmensbefragung

Die Befragung umfasste eine ausführliche Abfrage der Bewertung des Unternehmensstandorts insgesamt sowie verschiedener Standortfaktoren im Detail, zudem die Einstellungen gegenüber der Stadtverwaltung und die Zukunftserwartungen der Unternehmen. Die Befragung wurde online und telefonisch durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich an der Befragung im September und Oktober 378 Mainzer Unternehmen.

Um zu erfahren, wie die Mainzer Unternehmen den Standort bewerten und um Daten zur wirtschaftlichen Lage und zu den Anliegen der Betriebe zu erhalten, haben das Wirtschaftsdezernat und die Abteilung Wirtschaftsförderung mit der Mainzer LQM Marktforschung GmbH eine umfangreiche Unternehmensbefragung initiiert.

LQM ist deutschlandweit spezialisiert auf Datenerhebungen für Kommunen und Landkreise – mit einem Schwerpunkt auf Wirtschaftsförderungen.

Umfragen zur Zufriedenheit der Unternehmen mit dem Standort und den Erwartungen an diesen wurden in Mainz bereits in den Jahren 2014, 2015, 2018 und 2020 umgesetzt. Insofern können Ergebnisse auch im Zeitverlauf sowie im interkommunalen Vergleich ausgewertet werden.

Für Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz ist die Unternehmensbefragung ein wichtiger Baustein, um gezielt den Wirtschaftsstandort Mainz voranzubringen, Anliegen zu erfassen und auf Verbesserungsvorschläge zu reagieren. „Uns ist es wichtig zu erfahren, wie sich die Situation und die Einstellungen der Unternehmen im Laufe der Jahre entwickelt haben, wo der Schuh drückt, welche Erwartungen sie haben und welchen Herausforderungen sie sich aktuell stellen müssen“, so die Dezernentin. Die Ergebnisse seien aufschlussreich und dienten zur Ausrichtung der täglichen Arbeit.

„Besonders erfreulich ist, dass die Zufriedenheit der Unternehmen mit dem Standort Mainz weiterhin sehr hoch ist. Wie 2020 liegt der Wert bei fast 70 Prozent. Das ist wirklich positiv“, erklärt Matz. Besonders gut wird von den teilnehmenden Unternehmen wieder die Lebensqualität am Standort bewertet. Hier erreicht die Stadt aktuell 80 von 100 Punkten. „Der Faktor Lebensqualität ist ein echtes Pfund, mit dem wir und unsere Unternehmen wuchern können“, betont die Dezernentin. Insgesamt würden diverse Punkte eine hohe Zufriedenheit zeigen. So punkte der Standort auch mit der Nähe zu den eigenen Kund:innen sowie zu Forschung und Wissenschaft und auch mit allgemeinen Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg. Auch gebe es eine messbar hohe Loyalität zum Standort. Interessant sei, dass Mainz nach wie vor primär als Medienstandort wahrgenommen werde. Auf den weiteren Plätzen folgen die Wahrnehmung als Weinhauptstadt, Wissenschaftsstandort und Standort der Gesundheitswirtschaft.

Die Befragung zeigt ebenfalls, dass sich die Corona-Pandemie auf viele Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen negativ ausgewirkt hat. Dies gilt vor allem für den Bezug von Leistungen sowie bei den Lieferzeiten.

Deutlich verbessert hat sich die Gesamtzufriedenheit mit der städtischen Wirtschaftsförderung. Der Punktwert sehr zufriedener und zufriedener Mainzer Unternehmen stieg um 9 Prozentpunkte von 54 im Jahr 2020 auf jetzt 63. Auch in den Unterkategorien „Kompetenz der Ansprechpartner:innen“, „Bereitstellung von Informationen“ und „Geschwindigkeit der Bearbeitung“ haben sich die Werte im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert. Auch im kommunalen Vergleich liegen die Werte der Mainzer Wirtschaftsförderung inzwischen im kommunalen Durchschnitt mit Blick auf die Bearbeitungsgeschwindigkeit bzw. sogar darüber in den Kategorien Zufriedenheit, Kompetenz und Informationen.

„Mich freut es wirklich sehr, dass die Zufriedenheit mit der Arbeit unserer Wirtschaftsförderung deutlich zugenommen hat. Das ist eine tolle Auszeichnung für das Team um Simone Ritter. Man kann jeden Tag sehen, wie sehr die Mitarbeiter:innen für ihre Aufgaben brennen und wie engagiert sie die vielen Projekte vorantreiben. Es ist eine Auszeichnung, dass das von den Mainzer Unternehmen honoriert wird“, so Matz. Sie danke allen Mitarbeiter:innen für ihre tolle Arbeit – trotz der nach wie vor nicht einfachen personellen Situation – und die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. Bezüglich der Erwartungen an die städtische Wirtschaftsförderung sehen 87 Prozent der Unternehmen die Förderung der Digitalisierung als wichtigste Aufgabe der Wirtschaftsförderung an. Werte von über bzw. knapp 80 Prozent erreichen auch die Punkte „Förderung Stadtteilzentren“, „Vermittlung von Kontakten“, „Unterstützungsangebote Fachkräftegewinnung“, „Beratung Existenzgründer:innen“ und „Zentrale Anlaufstelle“.

Dass das Thema „Förderung der Digitalisierung“ von so vielen Unternehmen als besonders wichtig angesehen wird, überrascht nicht. Dieser Punkt stand auch bei der letzten Befragung 2020 ganz oben auf der Liste. „Wir sehen, dass die Unternehmen sich in diesem Bereich ein starkes Engagement und viele Angebote wünschen. Deshalb setzen wir in den kommenden Jahren hier auch weiterhin einen Schwerpunkt“, erklären Manuela Matz und Simone Ritter. Auch der Breitbandausbau werde von Seiten der Stadt weiter konsequent vorangetrieben. Schnelles Internet sei in der heutigen Zeit unverzichtbar und für den Erfolg eines Wirtschaftsstandorts von großer Bedeutung.

Bei der Frage nach den besonderen Herausforderungen für die Unternehmen stehen die Punkte „Entwicklung der Energiepreise“ mit 65 Prozent, „Wirtschaftliche Entwicklung“ mit 61 Prozent sowie „Fachkräftegewinnung“ mit 54 Prozent auf den ersten drei Plätzen.

Für Manuela Matz und Simone Ritter, Abteilungsleiterin Wirtschafts- und Strukturförderung, sind die Ergebnisse der Unternehmensbefragung ein wichtiger Baustein für die weitere Arbeit. „Durch die Resultate wissen wir, wie wir Maßnahmen und Instrumente noch zielgruppenorientierter ausrichten können. „Insgesamt zeigen die Zahlen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Mainz ist ein starker Standort. Wir tun alles dafür, dass dies auch zukünftig so bleibt bzw. der Standort sogar noch besser wird. Zu jeder Zeit und in jeder Lage ist unsere Motivation immer, eine kompetente und verlässliche Anlaufstelle für die Mainzer Unternehmen zu sein“, sagen Manuela Matz und Simone Ritter.

 

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