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“Mainzer Stadtschreiber” Feridun Zaimoglu liest am 11. März in der Mainzer Stadtbibliothek

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Feridun Zaimoglu heißt der Mainzer Stadtschreiber 2015 . Er ist der 31. Träger des mit 12.500 Euro dotierten Literaturpreises der Landeshauptstadt Mainz, ZDF und 3sat. Der Schrifsteller wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren und kam 1969 mit seinen Eltern nach Deutschland. In Kiel studierte er Kunst und Medizin. Dort lebt er seither als freier Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist.
Nun ist er  am Mittwoch, 11. März ab 18.30 Uhr zu Gast in der Stadtbibliothek (Rheinallee 3B) und liest aus seinem neusten Roman „Isabel“.
In seinem Roman „Isabel“ blickt Zaimoglu auf Menschen in den gesellschaftlichen Randgebieten Berlins, die abseits von aller Hippness und Touristenströmen ihren eigenen Weg gehen müssen. Der Roman beschreibt das Leben einer türkischstämmigen Frau, die versucht, ihr Leben neu zu entwerfen. Sie verlässt ihren Freund und wählt den Weg in die Keuschheit. Nach gescheiterten Versuchen, einen geeigneten Ehemann zu finden, lernt Isabel den Soldaten Marcus kennen. Er, traumatisiert vom Kriegsdienst im Kosovo, führt eine nur aufs Nötigste reduzierte Existenz. Es beginnt die gemeinsame Geschichte zweier verlorener Seelen und dem Auftauen ihrer Herzen.

Mit „Isabel“ ist Zaimoglu eine Liebesgeschichte fast ohne Romantik gelungen, die gewohnt sprachmächtig, genau beobachtend, aber bewusst verknappend, dem Leser eine Welt der zurückgefahrenen Lebenserwartungen zeigt, die aufgebrochen wird durch Liebe, Schmerz, Reue und Rache.

Die Reihe „Treffpunkt Stadtbibliothek“ setzt sich fort: am 15. April 2015 präsentiert Günter Minas sein Romanprojekt „Brocante. Zwei Männer und ein Krieg“; am 13. Mai 2015 hält Dr. Helmut Schmahl einen Vortrag zum Thema „Verpflanzt aber nicht entwurzelt: Die Auswanderung aus Mainz und Rheinhessen nach Nord- und Südamerika“.