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Mainz wird ,,Klimaschutz“-Kommune und pflanzt 113 neue Bäume

Schild mit CO2

Mainz erhält den Zuschlag für das Projekt „Masterplan 100% Klimaschutz“- Kommune – der Startschuss erfolgt am 1. Juli. Die Stadt erhält damit die Möglichkeit, mit Unterstützung umfangreicher Fördermittel ihre Klimaschutz-Aktivitäten in den nächsten vier Jahren systematisch weiterzuentwickeln.
Daneben hat das Grün- und Umweltamt in der vergangenen Winterruhe 113 Laubbäume neu gepflanzt: Sommerlinden sowie verschiedene Ahornarten wie der Feldahorn oder der säulenförmige Spitzahorn. Hauptsächlich in der Alt- und Neustadt. So wurden in der Neustadt 54 sowie in der Altstadt 19 Baumstandorte wieder neu besetzt.

Das Klimaschutz Masterplan-Programm richtet sich ausdrücklich an Kommunen, die sich anspruchsvolle Klimaschutzziele gesetzt haben und bereits über umfangreiche Erfahrungen in der Umsetzung verfügen. Gefördert werden prägnante Beispiele für kommunalen Klimaschutz, diese sollen sowohl national als auch international Vorbildfunktionen übernehmen.

Dabei wird angestrebt, den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent (Vergleichsjahr 1990) zu reduzieren und überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Der CO2-Ausstoß soll gleichzeitig um insgesamt 95 Prozent gesenkt und Mainz somit bis 2050 nahezu klimaneutral werden. DiesesAnliegen geht mit dem bisherigen Klimaschutzziel der Stadt einher.

Neue Wege für den Klimaschutz aufzeigen und entwickeln
„Das Projekt knüpft an das städtische ,Energiekonzept Mainz 2005-2015 Energie und Verkehr‘ an. Bewährte Konzepte sollen weiter ausgebaut, aufeinander abgestimmt und neue Lösungen gesucht werden‘‘, umreißt Katrin Eder die Arbeit am Masterplan: „Dabei wird es vor allem darum gehen, die Altbausanierung voranzutreiben und die erneuerbaren Energien weiter auszubauen.
Auch der Verkehr muss in den Fokus rücken, denn in diesem Bereich stagniert die CO2-Reduzierung. Es gilt Wege zu finden, Ökologie und Ökonomie in den Klimaschutz zu integrieren und die Energieeffizienz in der Industrie, im Gewerbe und bei den
Dienstleistern zu steigern.“
Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Ziel, in einem breiten Bündnis von Akteuren den umsetzungsorientierten „Masterplan 100% Klimaschutz Mainz“ zu entwickeln, der von der Bürgerschaft mitgetragenen wird. „Auch eine stärkere Sensibilisierung der Stadtgesellschaft für Belange des Klimaschutzes steht auf der Agenda“, so Eder.

Mainzer Klimaschutzbeirat unterstützt
Der Klimaschutzbeirat der Stadt Mainz begleitet den Masterplan-Prozess für Mainz intensiv. Die Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbraucherschutz, Interessenverbänden und Verwaltung beraten bereits seit den 90er Jahren die städtischen Organe in allen grundsätzlichen Fragen des Klimaschutzes.
„Der Mainzer Klimaschutz kennt seit Jahren eine gute Beteiligungskultur, die wir Anfang des Jahres 2015 mit der Schaffung von themenorientierten Fachgruppen nochmals gestärkt haben. Die Förderzusage ist höchst erfreulich,“ sagt Volker Wittmer, der Vorsitzende des Klimaschutzbeirats. Katrin Eder: „Mit dem Masterplan-Projekt erhalten wir die Chance weitere, bisher im Klimaschutz nicht aktive Mitstreiter einzubinden. Wir werden unsere Arbeit nun weiter verstärkt am Ziel der Klimaschutzneutralität ausrichten.“

Personelle Verstärkung im Grün- und Umweltamt
Als Masterplan-Kommune erhält Mainz zwei zusätzliche, auf die Projektlaufzeit befristete Stellen für die „Koordinierungsstelle Klima und Energie“. Außerdem stehen Mittel für Konzepte und Studien bereit. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die auf vier Jahre angelegte Projektphase auf rund 816.300 Euro. Die Förderung durch Bundesmittel beträgt 95 Prozent.

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzinitiativen ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen:
www.klimaschutz.de (BUMB)
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen