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Mainz feiert Frauenlob! – Mit vielen Veranstaltungen im Dezember

Im Dezember feiert Mainz einen seiner (fast) vergessenen berühmten Söhne: Heinrich von Meißen, genannt FRAUENLOB, wurde vor 700 Jahren, am 29. 11. 1318, im Kreuzgang des Mainzer Doms begraben. Er gilt als der letzte Minnesänger des Mittelalters und Begründer der bürgerlichen Meistersingerschulen. Nach ihm sind Straßen, Plätze und eine Schule benannt. Aber trotz mehrerer Denkmäler in Mainz weiß kaum einer, wer er wirklich war,

… und er ist wirklich eine literarisch/musikalische Entdeckung!!

Der Verein „Dreimalklingeln e. V.“, mit Minas und Christiane Schauder seit 1997 Betreiber des gleichnamigen Neustadt-Kunst-Festivals, hat sich vorgenommen, FRAUENLOB in die Stadt zurück zu holen:
Der Frauenlob… Wer war denn das? Da gibt’s doch ‘ne Straße und einen Platz in der Mainzer Neustadt, und ein Gymnasium, das so heißt. Und? – Auch viele Mainzer wissen es nicht: Heinrich Frauenlob, der eigentlich Heinrich von Meißen hieß (aber nur, weil er dort um 1250 geboren wurde), war der letzte große Minnesänger des Mittelalters. Vor seinem Tod lebte er sechs Jahre in Mainz, als Lohndichter des Erzbischofs und Kurfürsten Peter von Aspelt.

Am 29. November 1318 wurde er im Kreuzgang des Doms zu Grabe getragen, nur von Frauen und mit sehr, sehr viel Wein – so erzählt die Legende. Sein Werk ist umfangreich und für die Zeit durchaus revolutionär. Was überliefert wurde, was nachgedichtet wurde und wie man in späteren Jahrhunderten mit dieser schillernden Figur umging, das ist Thema einer Veranstaltungsreihe des Vereins „Dreimalklingeln“ im Dezember – seit 20 Jahren Ausrichter des gleichnamigen Kulturfestivals in der Mainzer Neustadt und manch anderer Events.

Christiane Schauder und Minas haben zu diesem Jubiläum mehrere Veranstaltungen auf die Beine gestellt: eine Gruppenausstellung von 17 bildenden Künstlern, die sich in Bild und Ton im Frankfurter Hof mit Frauenlob auseinandersetzen, eine Textperformance im Staatstheater und ein Konzert mit einem internationalen Ensemble für mittelalterliche Musik. Und damit Frauenlob auch in breiter Öffentlichkeit gefeiert werden kann, gibt es als Schmankerl noch einen kleinen Umzug in der Neustadt, zu der alle eingeladen sind. Kreatives Mitmachen ist gefragt!

Programm:

Di, 4.12., 19 Uhr, Frankfurter Hof „Der Mann, der die Frauen lobte“ Ausstellungseröffnung, Eintritt frei

Sa, 8.12., 19:30 Uhr, Staatstheater Mainz, U17 „Frauenlob finden!“ Textperformance, Eintritt € 10/5

Sa, 15.12., 14 Uhr: „Frauenlob feiern!“ Parade durch die Frauenlobstraße Start: Frauenlob-Brunnen am Rheinufer

Sa, 15.12., 20 Uhr, Frankfurter Hof „Guldin Fluegel“ (Eintritt € 10/5)

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