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Mainz bekommt Note 4 fürs Fahrradklima

Ingelheim mit einer guten Drei auf Platz 1, gefolgt von Stadecken-Elsheim und Frankenthal (je 3,3). Mainz bleibt durchschnittlich mit der Note 3,9, Schlusslichter sind Neuwied, Neustadt / Weinstraße, Koblenz und Kaiserslautern. Bei den Kleinstädten liegen Landau (4,1) und Altenkirchen im Westerwald (4,0) hinten: Die Rheinland-Pfälzer haben die Fahrradfreudlichkeit von insgesamt 16 ihrer Städte und Gemeinden bewertet. Durchgeführt wurde der Fahrradklima-Test vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club – ADFC.

Die Gesamtauswertung für Rheinland-Pfalz weist fürs Fahrradklima eine glatte Vier aus. Dabei wurden die kleineren Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohner durchschnittlich besser beurteilt (Mittelwert 3,65) als Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern (Mittelwert 4,3). In keiner Größenklasse findet sich eine rheinland-pfälzische Stadt unter den besten 15 fürs Fahrradklima. Bei Städten über 200.000 Einwohner liegt Mainz auf dem 17ten Platz.

„Erfreulich ist, dass sich mehr Radfahrer am aktuellen Fahrradklimatest beteiligt haben, als jemals zuvor“, so Christian von Staden, Landesvorsitzender des ADFC Rheinland-Pfalz. „ So sind auch in Rheinland-Pfalz mehr Städte in die Wertung gekommen. Die Mobilität ohne Auto bewegt die Menschen und mit mehr Radfahrern steigen auch die Ansprüche. Das sieht man zum Beispiel an den Ergebnissen in Mainz ganz gut. Einiges ist für die Radler im Stadtgebiet besser geworden, trotzdem steht die Stadt in der Wertung weiter unten als früher.“

Über 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben an der siebten Umfrage des ADFC teilgenommen und die Fahrradfreundlichkeit von mehr als 500 deutschen Städten bewertet. Auch im Jahr 2014 lagen die Noten in Rheinland-Pfalz zwischen schwach befriedigend und ausreichend. „Obwohl die Kommunen in Rheinland-Pfalz die Ergebnisse aus 2012 und 2014 kennen, hat sich am Fahrradklima praktisch nichts zum Besseren verändert“, so der ADFC-Landesvorsitzende von Staden. „In unserem Bundesland gibt es keine Gemeinde, die zu den Aufholern beim Fahrradklima zählt oder wo sich die Benotung signifikant verändert hätte. Das ist schade, denn der Klimatest liefert genug Anhaltspunkte für eine verbesserte Radinfrastruktur.“ Genervt sind die Radfahrenden vor allem durch Baustellen oder Falschparker auf Radwegen, ungeeignete Ampelschaltungen und zu schmale Radwege (Note: ausreichend bis mangelhaft). Und: Über 60 Prozent der Befragten fühlen sich beim Radfahren nicht sicher (Note: ausreichend). Der massenhafte Fahrraddiebstahl wird ebenfalls in fast allen Städten als schwerwiegendes Problem wahrgenommen (Note: ausreichend).

Ausgezeichnet werden alle zwei Jahre die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach vier Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. Bundesweit sind auch 2017 Münster und Karlsruhe und Göttingen bei den größeren Städten Spitzenreiter, Bocholt und Reken punkten bei den kleineren Gemeinden. Auf Platz 1 für die besten Aufholer seit 2014 landeten bei den Städten über 100.000 Einwohner Bochum und Pforzheim, bei den kleinere Kommunen Marburg und Baunatal. (427 Wörter, 3.120 Anschläge)

Auswertung des Fahrradklima-Tests auf der ADFC-Plattform www.fahrradklima-test.de. Nähere Informationen zum ADFC Rheinland-Pfalz e.V. unter www.adfc-rlp.de.

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