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Lesung mit Zafer Senocak am 30. September in der Synagoge Mainz

Der 1961 in Ankara geborene, in München aufgewachsene und heute in Berlin lebende Schriftsteller Zafer Şenocak gilt auch international als eine der wichtigsten Stimmen, die sich in künstlerischen und essayistischen Schriften mit den Erfahrungen und historischen Bezügen interkulturellen, zumal interreligiösen Zusammenlebens befassen. Für seine eigene Position spielen dabei die Motive seines Vaters, der als Verleger religiöser Schriften die damals kemalistisch, also laizistisch ausgerichtete Türkei verließ, um in Deutschland freier arbeiten zu können, ebenso eine Rolle wie die historisch verwickelten Verwicklungen zwischen jüdischen und deutschen, türkischen, griechischen und armenischen Geschichten, die sich in unterschiedlichen Haltungen und Reflexionen wiederfinden lassen. Von besonderer Bedeutung für die hier in Rede stehende Thematik dürften dabei seine Überlegungen und Entwürfe zum Zusammenleben von Muslimen, Juden, Christen und Nicht-Gläubigen im heutigen Europa sein.
Die Lesung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Unerzählte Geschichten. Jüdisch-muslimische Wechselbeziehungen in Geschichte und Gegenwart“, mit der das Jüdisch-muslimische Bildungswerk Maimonides (Ingelheim) sich am Programm „2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ beteiligt und die durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gefördert wird. Die Veranstaltung findet in der Neuen Synagoge Mainz statt. Für weitere Informationen (und Anmeldemöglichkeiten): https://maimonides.eu/veranstaltung/lesung-mit-dem-schriftsteller-zafer-senocak-aus-berlin/?occurrence=2021-09-30

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