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Lesung: Jan-Werner Müller am 15. Juni im Staatstheater

Ausgangspunkt im neuem Werk des Autors sind Populisten, die für sich reklamieren, die einzige Stimme des wahren Volkes zu sein. Gleichzeitig gelten sie vielen als Bedrohung der Demokratie. Angesichts dieser unübersichtlichen und oft von Alarmismus geprägten Debattenlage tritt Jan-Werner Müller einen Schritt zurück und fragt nach den leitenden Prinzipien dieser Regierungsform.

Was bedeutet Freiheit, wenn das Regieren an andere delegiert wird? Wie viel ökonomische Ungleichheit ist noch mit der Grundanforderung politischer Gleichheit kompatibel? Wie kommt man mit Verfahren zurecht, deren Ergebnisse notwendigerweise ungewiss sind?
Demokratie ist, so Müller, nicht zuletzt auf funktionierende vermittelnde Institutionen angewiesen: auf unabhängige Medien, die Öffentlichkeit schaffen, auf Parteien, die politische Konflikte auf demokratische Weise strukturieren – und vor allem auf Bürger, die bereit sind, unbequem und ungehorsam zu sein, um demokratische Prinzipien zu verteidigen.
Die Lesung wird moderiert von Nicole Deitelhoff. Sie ist seit 2009 Professorin für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität Frankfurt und seit 2016 Direktorin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK).
Beginn: 19.30 Uhr.

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