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Isenburgflügel des Schlosses fertig restauriert

Nordflügel

Am Montag, den 19. August um 18 Uhr feiert die Stadt gemeinsam mit dem Mainzer Denk!Mal-Netzwerk im Gewölbesaal des Schlosses die Fertigstellung der Fassaden am Diether von Isenburg-Flügel. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), die bei dem Festakt durch ihre Ortskuratorin Mainz, Erika Friderichs, vertreten ist, stellte für die Maßnahmen am Schloss von 2009 bis 2017 insgesamt rund 2,3 Mio. Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind die zweckgebundenen Spenden des Mainzer Denk!Mal Netzwerks in Höhe von 1,25 Millionen Euro. Das Mainzer Schloss ist eines von über 170 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

Das einstige Kurfürstliche Schloss ist die letzte Erinnerung an die große kurfürstlich-erzbischöfliche Hofhaltung in Mainz. Der Schlossbau begann 1627 mit dem Rheinflügel, ein gutes halbes Jahrhundert später folgte der Flügel im Norden. Mitte des 18. Jahrhunderts verlängerte man beide Flügel, bevor rund 50 Jahre später mit der eingeschossigen Steinhalle ein dritter Flügel hinzukam. Nach dem Untergang des kurmainzischen Fürstentums diente das Schloss im 19. Jahrhundert als Kaserne, Lazarett und Zollmagazin. Im Zweiten Weltkrieg brannte der Bau vollständig aus und wurde bereits 1948 wiederhergerichtet, das Innere wurde jedoch nicht rekonstruiert.

Die Fassaden des kulturell genutzten Gebäudes waren stark geschädigt. Einzelne Steine stürzten ab, andere Teile drohten herabzustürzen. Nachdem die DSD eine erste Förderzusage gemacht und das Mainzer Denkmal-Netzwerk verbunden mit dem Ortskuratorium Mainz der DSD Spenden gesammelt hatte, begann 2009 die Sanierung.

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