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Gastro-Karussell: Wer kommt und wer geht in Mainz!

Die letzten Wochen haben wieder einige Wechsel in die Mainzer Gastro-Landschaft gezaubert. Hier ein kleiner Überblick was neu ist und wer schließen musste.

Staatstheater übernimmt Haus des Deutschen Weines
Das Haus des Deutschen Weines (HdW) wechselt den Betreiber. Das große Restaurant am Gutenbergplatz, das direkt neben dem Staatstheater liegt, wird nicht mehr vom bisherigen Pächter Hans-Joachim Stuhlmiller gemanagt. Das Staatstheater übernimmt das HDW erst einmal bis Sommer 2020 übergangsweise. Danach hofft man auf einen dauerhaften Vertrag mit der Wohnbau und somit Theater und Gastronomie aus einer Hand. Solange wird saniert und umgebaut. Die Theaterküche kocht und bewirtet weiterhin Gäste im HDW mit Mittagstisch und großer Weinkarte. Im ersten Stock befindet sich übergangsweise die Kantine für Mitarbeiter des Theaters. Mehr dazu im Interview mit dem Intendanten in dieser Ausgabe.

Lehmanns
Die Ivecen Brüder (Lomo, Hintz & Kuntz, Le Bonbon und F.Minthe Biergarten) haben ein neues Baby: Vor etwa fünf Monaten hat das Lokal „Chez Maman“ in der Holzstraße geschlossen. Nun eröffneten die Brüder dort die Weinbar „Lehmanns“. Dabei handelt es sich um ein Wein-Bistro mit angeschlossener Vinothek. „Wir setzen auf ein deutsches Bistrokonzept mit internationalem Flair“, sagt Kamil Ivecen. Mit dabei sind viele Mainzer Klassiker, aber auch verschiedene internationale Gerichte. Und natürlich jede Menge Wein. Der Name ’Lehmanns’ ist eine Hommage an Kardinal Lehmann. Dessen Stammlokal sei das ehemalige „Römerschiff“ gewesen, das früher hier seinen Sitz hatte.

Beichtstuhl
Winzer Marcus Landenberger hat nach der Weinstube Rote Kopf nun auch das alteingesessene Weinhaus „Zum Beichtstuhl“ in der Kapuzinerstraße übernommen. Mit Andreas Schnura und Christoph Rombach betreibt er zudem das „Laurenz“ in der Neustadt. Landenberger ist bekannt dafür, dass er die Läden so lässt wie sie sind, damit das ursprüngliche Flair erhalten bleibt. Die Weinkarte habe er ein wenig gestrafft und vereinfacht.

Klingelbeutel
Der „Klingelbeutel“, zuletzt geführt von den Betreibern des „Eulchen- Bier“, wurde kürzlich vom „Domsgickel“ übernommen. Mit einem neu gestalteten Gastraum im Jugendstil soll der Klingelbeutel in der Kartäuserstraße 6, nun eine gemütliche und rauchfreie Atmosphäre mit angenehmer Musik bieten, ohne Stress und Hektik. Auf der kleinen aber feinen Karte finden sich Dinnele-Varianten, aber auch Kleinigkeiten wie Spundekäs, Handkäs-Tartar oder warme Fleischwurst. Auch Weinliebhaber kommen auf ihre Kosten.

Stadthaus Frau Schmidt Cakery
Im neuen Stadthaus auf der großen Bleiche – dem Interimsquartier vom Rathaus – hat Frau Schmidt eine kleine Cafébar eröffnet. Eigentlich bietet sie ihre Torten und Cupcakes in Mombach an und per Catering. Nun kann man aber auch hier seine Pause genießen. Nebenan im 3SEIN (vis a vis Kulturclub schon schön) gibt es zudem täglich einen günstigen und leckeren Mittagstisch.

Chilli Pepper Malakoff
Geschlossen ist seit einiger Zeit das Chilli Pepper an der Malakoff Passage. Andreas Kugel-Mayer hatte erst den Wasserschaden und wie der 65-Jährige gegenüber Merkurist sagt, werde er das „Chilli Pepper“ nun auch aus Altersgründen aufgeben. Kugel-Mayer blickt positiv auf die vergangenen 13 Jahre zurück: „Wir haben in dieser Zeit über 220.000 Euro an Spendengeldern generiert für den Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder Mainz sowie an die Kinderkrebshilfe Mainz und den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst. Wer Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt.

Besitos wird zum Wirtshaus
Das spanische Tapas-Restaurant Besitos am Bahnhofplatz wurde Ende Dezember geschlossen. Das Restaurant der Enchilada Gruppe ist seit 2004 am Start und soll an anderer Stelle in den kommenden Jahren wiedereröffnet werden. Geschäftsführer Markus Hoffmann will nun in den Besitos-Räumlichkeiten ein Wirtshaus eröffnen. Das soll bereits dieses Frühjahr 2020 passieren.

Wallenstein Schillerplatz
Café und Bar in einem: Am Schillerplatz hat mit dem „Wallenstein“ ein neues Lokal eröffnet. Der Fokus liegt auf den Getränken, zu essen gibt es kleinere Snacks und Flammkuchen. Tagsüber ist das „Wallenstein“ Café, abends eine Bar. Unter anderem gibt es Kaffee, frisch gepresste Säfte und regionale Weine. Sushi Palace Der Lieferservice „Sushi Palace“ ist jetzt auch in Mainz vertreten und zwar in Hechtsheim. Kunden können über Lieferando oder Telefon bestellen – von Dienstag bis Freitag (17 bis 22 Uhr), Samstag (16 bis 22 Uhr) und Sonntag (15 bis 22 Uhr).

Noodle Fusion
Ebenfalls asiatisch geht’s ab in der ehemaligen „Weinkrone“ in der Grebenstraße. Nachfolger ist das vietnamesische Restaurant „Noodle Fusion 1990“: traditionelles Street Food bis hin zum Restaurant-Essen.

L’Arcade
Im ehemaligen „L’Arcade“ am Leichhof wird schon seit Monaten umgebaut. Ein Eröffnungstermin ist noch nicht bekannt. Nach AZInformationen sind es Tony Stolfi und Asker Kilic, die hier neues Leben einkehren lassen möchten. Beide haben sich in Mainz bereits einen Namen gemacht: Familie Stolfi führt seit Jahren unter anderem das italienische Restaurant „Peperoncino“ in der Emmeransstraße; Asker Kilic hat den Club „Star“ betrieben und macht das „Roxy“ im Südbahnhof. Das „Oma Else“ ist in der Hand seiner Frau. Was die beiden Gastronomen Neues planen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Illustration: Jan Pieper

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