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Frauennotruf Mainz: „Sprechen über sexuelle Belästigung“ für Betroffene ab 8. August

Die Fachstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt veranstaltet einmal im Monat einen zweistündigen Austausch-Abend für Frauen, die in der Öffentlichkeit unterschiedliche Formen sexueller Belästigung erfahren oder beobachtet haben.

 

Ob auf der Straße, im Bus oder auf dem nächtlichen Nachhauseweg – sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum ist für viele Frauen und Mädchen keine Seltenheit und tritt in unterschiedlichen Formen auf. Viele sind nach einem solchen Erlebnis unsicher: War das jetzt sexuelle Belästigung? Wie hätte ich anders reagieren können? Wo bekomme ich Unterstützung? Der Frauennotruf Mainz möchte an dieser Stelle ansetzen und Betroffenen die Möglichkeiten geben, sich in einem geschützten Raum über persönliche Erfahrungen sexueller Belästigung auszutauschen.

Dabei geht es nicht nur um gegenseitige Bestärkung und Solidarität, sondern der Austausch soll helfen, das Erlebte für sich persönlich einordnen zu können. An der Schnittstelle zwischen Selbsthilfe-Angebot und Workshop werden die Abende durch den Frauennotruf und mithilfe kleiner Empowerment-Übungen angeleitet. So sollen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und Strategien zur Selbstfürsorge erlernt werden. „Es geht darum, dass die Betroffenen spüren, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine sind. Die Abende sollen helfen, die emotionale Überforderung und die aufgezwungene passive Rolle zu überwinden“ erklärt Sabine Wollstädter, die die Themenabende anleiten wird. Die Abende seien in Anlehnung an die vergangenen Improvisations-Workshops „Wir reagieren!“ des Frauennotrufs konzipiert worden, bei denen sich ein starkes Bedürfnis nach Austausch über Erfahrungen von sexueller Belästigung abgezeichnet habe.

Die Termine sollen am 8. August, 5. September, 17. Oktober, 28. November und 12. Dezember jeweils von 19 bis 21 Uhr in Mainz stattfinden. Eine Anmeldung ist notwendig (per E-Mail über info@frauennotruf-mainz.de oder telefonisch unter 06131-221213). Weitere Informationen erhalten die Teilnehmerinnen nach der Anmeldung. Pro Termin sind bis zu acht Teilnehmerinnen vorgesehen. Die Abende werden durch die Stiftung Opferhilfe finanziert. Das Angebot ist für die Teilnehmerinnen daher kostenlos.

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