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Frankfurter Hof bald mit neuer Programm-Chefin: Verena Campailla folgt auf Ära Ludwig Jantzer

Aus der Allgemeinen Zeitung von Alexandra Eisen:

Seit Sommer wird hinter den Kulissen darüber gesprochen, dass Ludwig Jantzer – seit fast 30 Jahren Programmplaner des Frankfurter Hofs mit besten Kontakten in die nationale und internationale Musikszene – 2019 in den Ruhestand geht. Auf Nachfrage der AZ hat August Moderer, Geschäftsführer von Mainzplus Citymarketing, nun bestätigt, dass Jantzers Nachfolge geregelt ist. Verena Campailla, bislang Jantzers Stellvertreterin, wird neue Kulturprogrammchefin von Mainzplus Citymarketing. Trotz geordneter Nachfolgeregelung will Mainzplus aber auf die Expertise und die Kontakte von Ludwig Jantzer, der im April 2019 seinen 64. Geburtstag feiern wird, nicht ganz verzichten. Jantzer werde vor allem für die Planung von Summer in the City weiterhin beratend tätig sein, sagt August Moderer auf AZ-Nachfrage. „Seine Kontakte sind unbezahlbar“, sagt Moderer. Jantzer ist außerdem seit April 2018 Geschäftsführer der Kulturzentrum Mainz GmbH und wird dies auch bleiben. Die Verwaltungsgesellschaft, zuständig für die Immobilien Frankfurter Hof und KUZ, zeichnet unter anderem für die Sanierung des KUZ verantwortlich.

Mit der gebürtigen Mainzerin Campailla hat sich Mainzplus für ein „Eigengewächs“ entschieden. Die 27-Jährige hat 2011 im Frankfurter Hof ihre Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau gemacht, danach eine Qualifizierung zur Veranstaltungsfachwirtin. Seit 2014 unterstützt sie Ludwig Jantzer bei der Programmplanung, ist seit anderthalb Jahren seine Stellvertreterin und hat bereits zentrale Aufgaben bei der Organisation von „Summer in the City“ übernommen. Außerdem leitet sie das Büro des Frankfurter Hofs in der Augustinerstraße.

Nicht in Konkurrenz zu KUZ
Moderer geht davon aus, dass das Programm im Frankfurter Hof mit Verena Campailla künftig auch jünger werden wird. „Aber nicht in Konkurrenz zum KUZ.“ Bei „Summer in the City“ werde das KUZ aber künftig eingebunden. Ludwig Jantzer ist mit der Entscheidung überaus zufrieden. „Verena und ich arbeiten bestens zusammen. Sie hat einen sehr guten Kontakt zu den Künstlern aufgebaut, ist kompetent und kollegial“, beschreibt er im Gespräch mit der AZ seine Nachfolgerin. „Es war eine schöne Zeit“, sagt Jantzer mit Blick auf die vergangenen fast drei Jahrzehnte im Frankfurter Hof, in denen er auch immer auf die „volle Unterstützung des Kulturdezernats“ habe zählen können.
Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD) lässt Jantzer nur ungern gehen. „Der Schmerz wird aber dadurch gemildert, dass er dem Kulturdezernat weiter beratend zur Seite stehen wird“, sagt Grosse. „Ludwig Jantzer ist ein ganz großer in der Kulturlandschaft, mit seinen Netzwerken unerreicht. Die Künstler, die er nach Mainz geholt hat, kamen oft nur, weil er sie so gut betreut hat.“
Mit der Wahl der Nachfolgerin ist Grosse ebenso glücklich wie Jantzer. „Sie ist seit vielen Jahren mit der Arbeit vertraut, ein tatkräftiges Talent“, sagt Grosse. Dies sei auch ein Verdienst von Ludwig Jantzer, der junge Kollegen fördere, weiter entwickle und aufbaue. „Der Übergang wird fießend gelingen“, ist Grosse überzeugt.

Foto: Sascha Kopp