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Fotoaktion der Gegensätze: „Dialog in Rheinland-Pfalz“ ab dem 16.12. auf dem Tritonplatz (Theater)

Die Fotoaktion „Dialog in Rheinland-Pfalz“ erreicht nach Kaiserslautern und Ludwigshafen nun auch Mainz. Vom Kaiserslauterner Fotografen Thomas Brenner konzipiert, vereint das Projekt konträre Paare auf Plakaten. Das kann eine Hebamme und eine Bestatterin sein oder eine Nichtraucherin und ein Zigarrenliebhaber.

Die Ausstellung ist von Montag, 16. Dezember bis zum 20. Januar auf dem Tritonplatz zu sehen. Die Eröffnung erfolgt am Donnerstag, 19. Dezember, um 14 Uhr auf dem Tritonplatz durch den Landesbeauftragten für Migration und Integration, Miguel Vicente.

Brenner wünscht sich, dass sich noch Mainzer Interessierte finden, die sich für neue Fotos zur Verfügung stellen. Im neuen Stadthaus „Großen Bleiche“ (Nr. 46) wird am Mittwoch, 11. sowie 18. Januar zwischen 9 und 14 Uhr im Foyer fotografiert. Bei Interesse: info@brenner-photographie.com. / https://brenner-photographie.com/dialog-in-rheinland-pfalz

Projektbeschreibung:
Die Kampagne zeigt möglichst gegensätzliche Paare, die miteinander kommunizieren und
dadurch voneinander profitieren. Sie macht an einprägsamen Beispielen deutlich, wie das
Zusammenleben in einer globalisierten Welt möglich wird – und dass jeder von uns dabei
gefordert ist. Das setzt auf beiden Seiten den Willen voraus, in die Welt des anderen
einzutauchen, in Dialog zu treten und die Einstellung des Gegenübers zu verstehen, ohne
dass man sie deshalb übernehmen müsste. Das Projekt schärft in Zeiten zunehmender
Fremdenfeindlichkeit und abnehmender Offenheit für andere Lebensmodelle,
Überzeugungen und Religionen das Bewusstsein dafür, dass der Austausch ein überraschend
positives Bild ergibt – für den Betrachter ebenso wie für die vermeintlichen Opponenten.
Schaut man länger hin, ergeben die teilweise drastischen Kontraste eine eigene Harmonie,
an die man sich nicht nur gewöhnen, sondern die man geradezu liebgewinnen kann. Solche
neuen gemeinsamen Räume, wie sie hier fotografisch inszeniert werden, lassen sich aber nur
dann erschließen, wenn man althergebrachte Kommunikationsschwellen übertritt. Es gilt,
nicht nach rechts zu rucken, sondern rechts und links zu gucken und sich in alle Richtungen
auszutauschen. Da die provokativen Bilder als entsprechende Denkanstöße dienen können,
verstehen wir die Kampagne als ein wichtiges Instrument der Prävention.

Wir werden Doppelportraits von Menschen aufnehmen, die in Rheinland Pfalz leben/arbeiten.
Der regionale Bezug ist uns wichtig, da ein Wiedererkennen der Menschen so gewährleistet ist
und die Kommunikation so viel direkter und intensiver funktioniert.

Möglich sind ganze unterschiedliche Gegensätze und Integrationsansätze. Grundsätzlich gilt:
Je verblüffender die Paarungen, desto wirkungsvoller die Kampagne. Dabei ist jedoch immer
zu beachten, dass die gezeigten Menschen echt sind, wir also keine frei erfundenen
Situationen darstellen. Erst durch die Authentizität kann die Kampagne Wirkung entfalten.
Dennoch wollen wir keine Klischees aufbauen, d. h. diese Paarungen sind nur Ideen und
Ansätze – wollen wir noch gemeinsam entwickeln.

Projektpartner und Unterstützer
Ministerium des Innern und für Sport, Leitstelle „Kriminalprävention“, Stiftung Kriminalprävention
Rheinland-Pfalz, prot. Kirchenbezirk Kaiserslautern, prot. Landeskirche, Lotto
Stiftung RLP, SWR Heimat

Hier finden Sie Infos und Bilder zum Projektstand:
Facebook: https://bit.ly/2UI1wal
Instagram: https://bit.ly/2WdNGy6

Beispiele für Motivpaare:
Themenbereiche wie Inklusion, IT/Wissenschaft, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, allgemein
Rassismus, Rechtsradikalismus, Populismus wollen wir bewusst thematisieren !
Vorschläge, die uns über social media erreichten:
kurdische und türkische Gemeinschaft
orthodoxer Jude und Palästinenser
OB Mainz und OB Wiesbaden
Faschingsnarr und Faschingsgegner
Stoffwechselkrankheit/sehr dick und Magersucht/sehr dünn
Mann und Frau
Homo-Ehepaar mit kath. Priester, Moslem
Die Fanclubs der Fußballer (Waldhof und KL)
die Migranten und die Heimatbefürworter
Träumer und Realist
Diesel Fahrer und die E-Auto Freak
Richter und Straftäter
Antifa und Nazi
Pargebührboykottierer und Ordnungsamt
die Europaabgeordnete mit dem Reichsbürger, jeweils mit Fahne
die Jägerin mit Gewehr und der PETA Tierschützer
der Wähler mit großem Wahlschein und der Nichtwähler
Friedensbewegung und Bundeswehr
Friedensbewegung und US Army
Feuerwehr und Brandstifter
Raucher und Nichtraucher
second Hand Kleidung und haute Couture
Polizist und Verkehrssünder
FridayForFuture und Pilot
Hebamme und Bestatter/Hospiz
Bier und Weinschorle- Gewisser
Pfälzer Leberwurst und Saarländer mit Fleischwurst
jung und alt
Fahrradfahrer und SUV Fahrer
Wirtschaftswundersenioren und Generation Y
Klimaschützer und SUV Fahrer
Autist und Rampensau
Religiöser und Atheist
Nerd und Vereinsmensch
Präsident TU Kaiserlautern und Rektor TU Landau
fast food und slow food
Sammler und Jäger
Bücherfan und reader Nutzer
Patient und Pflegekraft
Landschaftsgärtner und Blumen-Florist
Pessimist und Optimist
Künstler und Kunstignorant
Frutarier und Veganer
Klimaschutz und Klimalüge
Klassische Musik und DJ
Kopftuchträgerin im Doppelportrait mit westl. Langhaar-Modell
Greisin aus Eritrea in traditionellem Gewand und“ Yuppie-Marken-Handy-Teenie“
Bankvorstand im Gespräch mit junger Punkerin
Junger Nordafrikaner im Gespräch mit europäischer jungen Frau
demographische Wandel/ das intergenerationelle Miteinander
Waffennarr und Waffenhasser
Mensch mit Behinderung mit ??
Hobby Boxen und Hobby klassisches Ballett
Immobilienmakler und Hausbesetzer
Migrationshintergrund und AFD`ler
Migrationshintergrund und Nazi
usw..
dies sind nur Vorschläge der letzten Monate als Anregung, wie offen man den Dialog sehen kann, weitere, auch lokale Gegensätze können sehr spannend sein.