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Flüchtlinge werden Busfahrer

Insgesamt 20 männliche Bewerber haben sich durch den erfolgreichen Abschluss eines berufsbezogenen Sprachkurses für weiterführende Maßnahmen für den Beruf des Busfahrers qualifiziert. Vier von ihnen starten ab Oktober eine Ausbildung zum Busfahrer bei der City-Bus Mainz GmbH (CBM), einer Tochter der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH. Die übrigen beginnen jetzt mit einem mehrmonatigen Qualifizierungskurs zur Vorbereitung auf die innerbetriebliche Fahrerschulung. Auch sie sollen später als Busfahrer bei CBM  eingesetzt werden und so helfen, den Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken.
20 Männer, vorwiegend syrischer Herkunft, haben in den vergangenen Monaten einen berufsbezogenen Deutschsprachkurs für Busfahrer absolviert. Heute erhielten sie ihre Zertifikate. Im Beisein von Detlev Höhne (Vorstandsvorsitzender der MVG-Muttergesellschaft Stadtwerke Mainz AG), Gabriele Schneidewind (Geschäftsführerin ARBEIT & LEBEN gGmbH) und Stefan Löhner (Personalleiter City-Bus Mainz GmbH) wurde der erfolgreiche Abschluss gewürdigt. Vier der Flüchtlinge starten ab Oktober direkt mit einer Busfahrerausbildung. 16 beginnen den anknüpfenden viermonatigen berufsvorbereitenden Sprachkurs, der von ARBEIT & LEBEN im Rahmen des Teilprojekts „IQ-Rheinland-Pfalz – Brücke in den Arbeitsmarkt. Ein branchenspezifisches Vermittlungsprojekt von Flüchtlingen in Arbeit“ in enger Absprache mit dem Betrieb konzipiert wurde. Ziel ist eine optimale Vorbereitung auf die innerbetriebliche Fahrerschulung ab Januar 2017. Denn auch sie sollen anschließend von City-Bus als Busfahrer eingesetzt werden.

Auswahl fand bereits in 2015 statt
Die City-Bus Mainz GmbH hatte bereits Ende 2015 in Mainzer Unterkünften einen Aufruf gestartet, um geeignete Bewerberinnen und Bewerber ausfindig zu machen. Kriterien bei der Auswahl waren insbesondere Motivation sowie berufliche Erfahrung. Zur Unterstützung wurde schon bald ARBEIT & LEBEN sowohl in der Rolle als Trägerin berufsbezogener Sprachkurse als auch in der Rolle als Anbieterin betrieblicher Prozessberatung hinzugezogen. Schließlich startete in Absprache mit dem Jobcenter Mainz im Februar 2016 der berufsbezogener Sprachkurs für Busfahrer an fünf Tagen die Woche à vier Stunden. Lernziel dieses Kurses bestand darin, die gängigen Kommunikationssituationen des Berufsalltags sowie spezifisches Wissen für den Erwerb des Führerscheins zu erlernen. Neben dem täglichen Sprachlernen im Unterricht konnte im Rahmen des Teilprojekts „IQ-Rheinland-Pfalz – Brücke in den Arbeitsmarkt. Ein branchenspezifisches Vermittlungsprojekt von Flüchtlingen in Arbeit“ sowohl die Begleitung der Teilnehmer des Kurses als auch des Betriebes erfolgen. So wurden diese schon während des Sprachunterrichts an den Betrieb herangeführt und konnten im Rahmen von Infoveranstaltungen und Gesprächsterminen ihre Fragen und Anliegen klären. Auch in alltäglichen Angelegenheiten (Wohnungssuche, Arztbesuche etc.) wurden die Teilnehmer sowohl von ARBEIT & LEBEN als auch durch die CBM unterstützt. In regelmäßigen Gesprächen zwischen beiden Akteuren wurden die nächsten Schritte zur betrieblichen Integration gemeinsam geplant.

Über das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz
ARBEIT & LEBEN ist Partner im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, das eines von insgesamt 16 Landesnetzwerken im bundesweiten Förderprogramm “Integration durch Qualifizierung (IQ)” ist. Das Teilprojekt von ARBEIT & LEBEN „IQ-Rheinland-Pfalz – Brücke in den Arbeitsmarkt. Ein branchenspezifisches Vermittlungsprojekt von Flüchtlingen in Arbeit“ wird komplett finanziert vom Förderprogramm IQ. Ziel des Förderprogramms ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten zu leisten. Umgesetzt werden die Ziele auf Länderebene durch Projektpartner und ihre Teilprojekte in drei Handlungsschwerpunkten: Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, Qualifizierung im Kontext des Anerkennungsgesetzes und Interkulturelle Kompetenzentwicklung. Die Projektpartner sind teils regional, teils überregional aktiv. Die Gesamtkoordination des IQ Netzwerks Rheinland-Pfalz liegt beim Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. Weitere Informationen: www.iq-rlp.de