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Festival RheinVokal vom 25. Juni bis 29. August

Mainzer Sopranistin Sonja Grevenbrock am 16. Juli mit Mozart im Koblenzer Schloss.

Bei RheinVokal wird der Sommer 2021 goldglänzend: Im ganzen Juli und August öffnet das Festival am Mittelrhein seine Pforten für edlen Gesang und Musikfarben zwischen Barock, Klassik, Jazz und Weltmusik – von Bingen im Süden bis Remagen im Norden. Der SWR schneidet die Konzerte mit oder sendet im Stream direkt – auch medial ein Ereignis. Goldkehlen von Italien bis Tschechien singen Händel, Mozart und Monteverdi, jüdische Lieder, Arien aus dem Barock und Piazzolla. Eine Reise durch die goldenen Epochen des Gesangs.

Am 4. Juli lassen die zwölf Blechbläser von „Salaputia Brass“ das Kongress-Zentrum Bingen im Goldglanz ihrer Instrumente erstrahlen. „Brel meets Gershwin“ heißt der Sommerabend: „Summertime“ und andere Jazz-Standards von Gershwin treffen auf Chansons von Jacques Brel und Spirituals. Das Brass-Dutzend rund um den Sänger und Trompeter Jeroen Berwaerts lässt die Halle beben.

Goldfäden des Gesangs spinnt die italienische Sopranistin Francesca Lombardi Mazzulli in der Sayner Hütte. „Händel in Italien“ ist ihr Thema. In den römischen Kantaten des jungen Händel kann sie so viel Gefühl zeigen, wie sonst nirgends in der Barockmusik: Wut und Verzweiflung, Trauer und Klage, Liebeswahn und Liebesfreuden – am 10. Juli in Bndorf-Sayn mit dem Barockorchester „L’arte del mondo“.

Beim Konzert „Goldenes Prag“ am 16. Juli leuchtet Koblenz so gülden wie die tschechische Hauptstadt. Wenn die junge Sopranistin Sonja Grevenbrock (Foto) im Koblenzer Schloss das „Lied an den Mond“ von Dvorak anstimmt, bleibt kein Auge trocken. Dass sie ihre Gesangskunst an der Musikhochschule Mainz erlernt hat, schlägt eine Brücke der schönen Töne von der Moldau an den Rhein. „Goldenes Prag“ heißt der Abend nicht zufällig. Ein Kammerorchester aus jungen Tschechen und Deutschen schwelgt im Goldglanz von Dvoraks Streicherserenade. Viel Gold ist auch im Spiel, wenn zwei junge Solisten in Mozarts Doppelkonzert für Flöte und Harfe brillieren.

Den Silberglanz seines Baritons lässt der Mainzer Gesangsprofessor Hans Christoph Begemann in Schloss Engers am Rhein erstrahlen. Am 18. Juli singt er die schönsten Balladen von Carl Loewe: Goethes „Zauberlehrling“, „Schatzgräber“ und viele weitere fantastische Geschichten, übersetzt in souveräne Liedkunst gemeinsam mit dem Pianisten Thomas Seyboldt.

Dies alles und noch viel mehr bieten die 18 Konzerte des Festivals bis Ende August. Infos und Karten: 02622 / 9264250 und www.rheinvokal.de.

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