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Die Geschichte vom Neger-Flegel Weihnachtsstollen und Papa Facebook

flegel
Aus der Allgemeinen Zeitung von Leonie Peschke

Auf Facebook für eine Veranstaltung werben – das machen viele, sehen viele, ist eigentlich kein großer Aufwand und zeigt trotzdem eine große Wirkung. Das dachte sich auch Sabine Flegel, Vorsitzende des Dombauvereins, und wollte über Facebook eigentlich nur auf den Domstollenverkauf auf dem Weihnachtsmarkt am Schillerplatz vergangenes Wochenende aufmerksam machen.

Flegel musste herzlich lachen, als Facebook daraufhin ihren Veranstaltungspost mit der Begründung ablehnte, das hochgeladene Bild verstoße gegen die Werberichtlinien und sei entweder übermäßig sexuell, zeige zu viel nackte Haut oder sei unnötigerweise auf Körperteile konzentriert. Sie wunderte sich doch sehr über diese Meldung und versuchte, augenzwinkernd eine Erklärung zu finden. „Vielleicht lag es daran, dass der oberste Knopf meiner Bluse offen stand.“

Rassistisch oder beleidigend?
Sie startete einen zweiten Versuch, den Domstollenverkauf zu posten. Auch dieser scheiterte. Diesmal allerdings mit dem Hinweis, der Post sei rassistisch oder beleidigend. Vielleicht aber auch beides, denn langsam dämmerte Flegel, dass es vielleicht etwas mit ihrem und dem Namen ihres Mitstreiters und Fastnachters Thomas Neger zu tun haben könnte. Witzig war es für Flegels Facebookfreunde allemal, als sie den angeblichen Verstoß auf ihrer eigenen Seite postete, obwohl Facebook den Post nicht veröffentlichte, „haben wir jede Menge Stollen verkauft“, sagt Flegel.

Für das nächste Mal will sie sich etwas anderes einfallen lassen. „Vielleicht geben wir uns andere Namen oder behängen uns mit zusätzlicher Kleidung