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Der FSV Mainz 05 trennt sich von Cheftrainer Achim Beierlorzer

Mainz 05 hat sich von Trainer Achim Beierlorzer getrennt. Zu diesem Entschluss kamen die Verantwortlichen nach zwei mehrstündigen Sitzungen am Sonntag. Der Fußball-Bundesligist verkündete die Trennung von dem 52-Jährigen, dessen Vertrag noch bis Sommer 2022 läuft, am Montagmittag. Als Übergangslösung soll „bis auf Weiteres“, so der Verein, der bisherige Co-Trainer Jan-Moritz Lichte übernehmen.
05-Sportvorstand Rouven Schröder erklärte am Montag: „Wir haben uns gemeinsam sehr intensiv mit unserem sportlichen Weg auseinandergesetzt und mit der Frage, in welcher Form wir der aktuellen Entwicklung Rechnung tragen und der Mannschaft kurzfristig und perspektivisch neue Impulse geben können. Ergebnis dieses sehr offenen und ehrlichen Gespräches ist, dass wir als Verein die gemeinsame Arbeit mit Achim Beierlorzer nicht fortsetzen.“ Beierlorzer, der bis zuletzt noch an einen Verbleib im Verein geglaubt hatte, sagte: „Ich bin enttäuscht über die Entscheidung des Vereins. Nichtsdestotrotz wünsche ich Mainz 05 und der Mannschaft für den weiteren Weg alles Gute.“
Wegen Corona spielen auch finanzielle Gründe eine Rolle

Bei der Überlegung, Lichte mit der Aufgabe zu betreuen, spielten dem Vernehmen nach auch finanzielle Gründe eine große Rolle. Schröder: „Jan-Moritz Lichte verfügt über die fachliche Expertise, eine Erfahrung als Trainer über mehr als zehn Jahre und kennt unsere Mannschaft natürlich in- und auswendig. Wir trauen ihm daher zu, unser Team in die weitere Saison zu führen. Die neue Rolle bietet Jan-Moritz Lichte auch die Chance, seine Ideen für unseren Fußball umzusetzen und sich als Führungspersönlichkeit zu entwickeln und zu profilieren. Wir werden seine Entwicklung in unsere Entscheidung über die künftige Besetzung der Trainerposition einbeziehen und geben ihm und uns die nötige Zeit dafür.“
Lichte ließ verlauten: „Ich werde mich in meiner neuen Rolle jetzt auf das konzentrieren, was ich unmittelbar beeinflussen kann. Das ist die Arbeit mit der Mannschaft im Training und in der Vorbereitung auf die Partie bei Union Berlin am Freitag. Für das Team und mich steht diese Fokussierung absolut im Mittelpunkt.“

Die Beurlaubung von Beierlorzer hatte sich nach der 1:4-Niederlage des Fußball-Bundesligisten gegen Aufsteiger VfB Stuttgart am Samstag schon angedeutet. Ein Auslöser für den Streik am zurückliegenden Mittwoch soll auch die Freistellung von Szalai sein.

Schröder betont, dass die intern angestoßenen Prozesse zur Aufarbeitung der vergangenen Tage weitergeführt werden „Mit dem Wechsel an der Position des Trainers ist unsere Analyse der aktuellen Situation nicht abgeschlossen. Wir sind weiter in intensivem Austausch innerhalb der Vereinsgremien und mit der Mannschaft, um die Vorkommnisse der vergangenen Woche selbstkritisch aufzuarbeiten und Lösungen zu finden. Ich spüre dafür in allen Bereichen des Vereins das große Verlangen nach Geschlossenheit. Ich werde als eine erste Maßnahme in den kommenden Wochen nahe an die Mannschaft rücken, um Jan-Moritz Lichte in seiner neuen Rolle zu unterstützen und die wichtigen internen Prozesse um das Team zu begleiten. Für die weitere Analyse und nachhaltige Maßnahmen nehmen wir uns aber auch die nötige Zeit.“

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