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Brandanschlag auf Synagoge in Mainz war Halloween-Scherz

Zum mutmaßlichen Brandanschlag auf die Mainzer Synagoge ist am Dienstag ein anonymes Schreiben bei der Allgemeinen Zeitung Mainz eingegangen. Darin wird behauptet, der vermeintliche Anschlag sei ein „Irrtum“ gewesen. „Der Brandsatz galt dem Baum und war ein Halloweenscherz. Dass dort eine Synagoge in der Nähe steht, war uns nicht bekannt. Tut uns leid“, heißt es weiter in dem Brief, der am Vortag in Mannheim abgeschickt wurde und mit „Liebe Grüße aus Malu“ (für Mannheim-Ludwigshafen) unterzeichnet ist.

Die Kripo Mainz ließ sich das Schreiben aushändigen und hat kriminaltechnische Untersuchungen aufgenommen. Laut dem Leitendem Oberstaatsanwalt Klaus-Peter Mieth gibt es vorerst weiter keine konkreten Hinweise auf den Verdächtigen, der auf der Videoaufzeichnung vom Tatort am 31. Oktober zu sehen ist.

Der Mann, der einen Molotowcocktail gegen den Baum geschleudert hatte, trug eine helle Kapuzenjacke, eine Mütze und einen Rucksack. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zu dem oder den Tätern führen.

Monika Nellessen