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Anja Gockel eröffnet Shop in Mainz


von Monika Nellessen (Artikel aus der Allgemeinen Zeitung)

Bei Anja Gockel in der Alten Patrone tut sich was. Anfang März eröffnet die Designerin einen Shop unmittelbar neben ihrem Atelier. Das Geschäft ist montags bis samstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet – bislang kamen die Kundinnen vor allem an verkaufsoffenen Wochenenden sowie auf Voranmeldung. (Foto: Sascha Kopp)

„Meine Kollektion hat sich verändert“, sagt Anja Gockel. Schon lange kauften ihre Kundinnen nicht mehr nur Abend- und Cocktailmode. Sie entwerfe Mode, die eine selbstbewusste Frau auch in Beruf und Alltag tragen könne. „Und diese Frauen wollen auch mal unverbindlich in ein Geschäft hineinschauen und trotzdem individuell und typgerecht beraten werden.“

Das will Anja Gockel nun bieten, indem sie ihre Geschäftsräume in der Alten Patrone um ein 50 Quadratmeter großes benachbartes Künstleratelier erweitert. Der besondere Service, Bekleidung zu erwerben, die bei Bedarf figurgenau abgeändert wird, werde bleiben. „Bei uns verlässt keine Frau den Shop mit einem Rock, der nicht wirklich passt.“

Mit der Wohnbau schon längere Verhandlungen

Nach AZ-Informationen gab es schon längere Verhandlungen mit der Wohnbau als Besitzerin der Immobilie über eine mögliche Vergrößerung. „Ja, das stimmt“, sagt Anja Gockel.

Das stadtnahe Unternehmen habe ihr die benachbarte Remise angeboten, die noch bis Mitte 2013 an Bürgermeister Günter Beck verpachtet ist. Aber die mehr als 150 Quadratmeter umfassende Fläche sei ihr zu groß gewesen. Aufwand für den drei Mal so kleinen Shop hat Gockel trotzdem betrieben: Die Inneneinrichtung stammt von Beate Lemmer, die auch schon das Interieur der neuen Coface Arena und des Finther Hotels Atrium gestaltet hat.

Was die Lage der benachbarten Gastronomie angeht, ist die Lage unverändert. Günter Beck bestätigte auf AZ-Anfrage, dass er den Pachtvertrag mit der Wohnbau „am liebsten sofort“ aufgeben würde. So lange sich aber kein Nachmieter findet, bleibt der OB-Kandidat der Grünen auf dem Hartenberg weiter in der Pflicht. Das operative Geschäft führt inzwischen Becks Sohn Max. Nachdem dieser erst geplant hatte, die Remise ab 1. Januar nur noch für gebuchte Veranstaltungen zu öffnen, hat er sich nun doch entschieden, ab 15. März die Remise wieder von Mittwoch bis Sonntag zu öffnen. Für größere Familienfeiern oder Ähnliches mietet Beck von der Wohnbau das größere Restaurant oder den benachbarten Theaterraum an, deren Mietverträge bereits vor mehr als einem Jahr ausliefen.

Wohnbau-Geschäftsführer Franz Ringhoffer erklärte, die Wohnbau versuche weiter, die Räumlichkeiten zu vermarkten. In den vergangenen Monaten sei dies über das Congress Centrum Mainz (CCM) geschehen. Im Schnitt würden vier bis sechs Veranstaltungen pro Monat gebucht. Um eine bessere Auslastung durch eine Dauerverpachtung zu erreichen, sei das Objekt zum Jahreswechsel nochmals im Internet ausgeschrieben worden. Es gebe mehrere Interessenten, die auch gut ins Kunst- und Kulturquartier passten. Nähere Angaben machte Ringhoffer nicht.