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250 neue Aschenbecher für Mainz

Umweltdezernentin Eder und Hermann Winkel, Werkleiter des Entsorgungsbetriebs der Stadt, stellen die neuen Aschenbecher vor

„Kippen gehören hier rein!“ – dieser farbige Hinweis kennzeichnet die neuen öffentlichen Aschenbecher, die in den kommenden Wochen an bereits vorhandene Abfalleimer im innerstädtischen Bereich montiert werden. Ein Probelauf für die Innenstadt mit der Zielsetzung, dem achtlosen Wegschnippen von Kippen auf den Boden ein Ende zu bereiten. „Schlimmstenfalls landen Zigarettenkippen am Ende im Gully – denn was viele nicht bedenken: Zigarettenkippen sind hochproblematischer Abfall“, so Umweltdezernentin Katrin Eder. „Eine Kippe vergiftet bis zu 40 Liter Wasser und gehört daher auf keinen Fall in die Kanalisation!“

Verschiedenste Giftstoffe sind in einem einzigen Zigarettenstummel nachweisbar: Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd und Nikotin sowie andere krebserzeugende Verbindungen. 15 Jahre dauert es, bis sich ein Zigarettenfilter komplett zersetzt. „Eine lange Zeit, in der die Giftstoffe aus den Kippen vom Regenwasser weggespült werden und letztlich im Grundwasser landen“, erklärt Katrin Eder.

„Dem steuern wir jetzt mit den neuen Aschenbechern entgegen“, so Hermann Winkel, Werkleiter des Entsorgungsbetriebs der Stadt Mainz. Er verweist weiter auf die Statistik: „Jährlich sind es 700 Mio. Euro an Kosten, die für die Reinigung und Beseitigung von herumliegenden Einwegverpackungen und Zigarettenkippen deutschlandweit anfallen, davon allein 225 Mio. Euro nur für Kippen. Das macht heruntergerechnet auf Mainz etwa 594.000 Euro pro Jahr.“

Die zunächst vorgesehenen 250 Aschenbecher werden in Mainz großzügig verteilt, so dass es viele Stellen geben wird, an denen Raucherinnen und Raucher die Kippen entsorgen können. Zudem verhindert die separate Anbringung der Aschenbecher an den großen Abfalleimern, dass die Abfälle in Brand geraten. Wenn die Glut der Zigarettenkippe gelöscht ist, können die Kippen allerdings auch in die ca. 2.000 öffentlichen Abfalleimer in der Stadt eingeworfen werden.

„Wir gehen hier einen wichtigen Schritt zum Schutz unserer natürlichen Ressource Grundwasser. Gleichzeitig schonen wir auch die öffentlichen Ressourcen – ein Gewinn für alle Seiten“, freut sich Umweltdezernentin Eder.

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