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Umsatzeinbrüche bei Parkhäusern: Schließungen & Kurzarbeit

Auch die PMG Parken in Mainz GmbH spürt die Auswirkungen der Corona-Krise mit Nachdruck: „Wir haben seit etwa zwei Wochen massive Umsatz-Rückgänge in all unseren Parkhäusern“, erklärt Nils Teske, Geschäftsführer der PMG. Das öffentliche Leben ist mehr oder weniger zum Stillstand gekommen. Pendler, Berufstätige, Touristen, Menschen, die normalerweise zum Einkaufen in die Stadt fahren und die Parkhäuser der PMG nutzen: Sie alle bleiben derzeit zuhause. Entsprechend werden auch die Parkhäuser nicht mehr angefahren, was bei einigen Parkhäusern teilweise Einbußen von über 90% nach sich zieht. Um die dramatischen Umsatzeinbrüche zumindest abzufedern, setzt die PMG verschiedene Maßnahmen um. So werden einige Parkhäuser komplett oder zumindest teilweise gesperrt. „Da wir unsere Einnahmesituation nicht verbessern können, müssen wir dringend überlegen, wie wir die Ausgaben reduzieren können, ohne unseren Kunden zu schaden“, ergänzt Teske.

Komplett geschlossen wird ab sofort das Parkhaus Theater – als Ausweichmöglichkeit dient das Parkhaus Kronberger Hof. In folgenden Parkhäusern werden einzelne Parkdecks geschlossen: das Untergeschoss im Parkhaus Rathaus, im CineStar ab Parkdeck 4, Taubertsberg ab Parkdeck 10, das Untergeschoss in Parkhaus Rheinufergarage und nach Bedarf das Untergeschoss im Parkhaus Unimedizin Augustusplatz. Die Parksituation wird täglich überprüft und die Maßnahmen gegebenenfalls angepasst.

Der jeweils aktuelle Stand wird auf der Homepage der PMG unter www.parken-in-mainz.de bekanntgegeben. Alle anderen Parkhäuser bleiben – nach aktuellem Stand – vorerst geöffnet.

Die PMG wird außerdem über Mailings, Aushänge an den Kassenautomaten und Hinweisen an den Einfahrten der Parkhäuser die Kundinnen und Kunden der PMG informieren. „Wir bedauern diesen Schritt sehr“, so Teske, „sehen aber keine Alternativen. in jedem Fall werden wir sicherstellen, dass für alle Dauerparker und etwaige Kurzparker ausreichend Parkraum zur Verfügung steht.“

Weniger Parkhäuser in Betrieb, weniger Parkvorgänge, die zu betreuen sind, und weniger Umsatz, der erwirtschaftet werden kann, diese Umstände haben unmittelbare Auswirkungen auf die Liquidität. Die Umsetzung aller Bau- und Sanierungsmaßnahmen steht derzeit unter Beobachtung. Dies betrifft sowohl die Verfügbarkeit von ausführenden Firmen und Material als auch der notwendigen Mittel. Nach jetziger Einschätzung werden die Arbeiten am Kronberger Hof fortgesetzt. Anders verhält es sich bei geplanten Sanierungsmaßnahmen in den anderen Parkhäusern. Hier müssen die anstehenden Programme höchstwahrscheinlich verschoben werden. Ebenso stehen alle anderen laufenden Ausgabenpositionen auf dem Prüfstand.

Zudem wird die PMG, in enger Absprache mit dem Betriebsrat, ab der nächsten Woche in die Kurzarbeit gehen. „Wir gehen alle von temporären Maßnahmen aus, die sofort beendet werden, wenn die derzeitige Corona-Krise vorüber ist“, erklärt Teske.

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