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Über 260 Wohnungen könnten über Aldi, Lidl & Co. erbaut werden

Im letzten Jahr wurde immer wieder das Aufstockungspotenzial von eingeschossigen Einzelhandelsgebäuden der Lebensmittelbranche diskutiert. Aus diesem Grund hat die Stadt Mainz in den letzten Monaten eine Analyse erstellt, welches Flächenpotenzial im Stadtgebiet tatsächlich besteht. Dabei wurde gleichzeitig überprüft, ob es für die Lebensmittelmärkte an den Standorten Erweiterungsmöglichkeiten im städtebaulichen und baurechtlichen Sinne gibt.
Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass im Rahmen der Beachtung der Ziele des Zentrenkonzepts Einzelhandel sowie der planungs- und baurechtlichen Rahmenbedingungen an 13 Bestandsstandorten Gebäude des Lebensmitteleinzelhandels für Wohnzwecke erweitert und aufgestockt bzw. zu diesem Zweck neu errichtet werden könnten. Es könnten geschätzt rund 260 Wohnungen mit 26.000 qm Geschossfläche entstehen.
In Mainz gibt es insgesamt 85 Standorte von Einzelhandelsbetrieben der Lebensmittelbranche inklusive Getränke- und Drogeriefachmärkte. Davon sind 44 eingeschossig oder in einigen Fällen auch zweigeschossig  und wurden damit überprüft. Die restlichen 41 Standorte kamen für eine Aufstockung nicht in Frage und sind dementsprechend nicht weiter untersucht worden.

Für Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz sind die Ergebnisse der Untersuchung für das weitere Vorgehen zu dieser wichtigen Thematik von großer Bedeutung. „Wir wissen jetzt sehr genau, was an welchen Standorten möglich ist und können dementsprechend jetzt sehr gezielt vorgehen“, so Matz. Interessant sei, dass insgesamt aber nur zwei Standorte uneingeschränkt für die Erweiterung der Verkaufsfläche und die Aufstockung für Wohnnutzung oder eine gewerbliche Nutzung ohne Restriktionen geeignet seien. Elf Standorte könnten in beengter städtebaulicher Situation für Wohnnutzungen aufgestockt werden, wobei hier allerdings städtebauliche und architektonische Lösungen für die dortigen Grundstücksverhältnisse gefunden werden müssten. Bei vier dieser elf Standorte müsste das Baurecht für die Nutzung des Obergeschosses oder für Flächenerweiterungen angepasst werden.

„Die Wohnraumsituation in unserer Stadt ist nach wie vor alles andere als einfach. Deshalb würden wir es natürlich sehr begrüßen, wenn durch Aufstockungen von Einzelhandelsgebäuden in Zukunft Wohnungen entstehen würden“, betont die Wirtschaftsdezernentin. Man werde sich jetzt die Ergebnisse sehr genau anschauen und diese bewerten. Eine entscheidende Bedeutung hätten dabei auch die Unternehmen der Lebensmittelbranche, die an den in Frage kommenden Standorten ihre Waren verkaufen. „Wir werden deshalb in den nächsten Wochen und Monaten diese Unternehmen ganz gezielt kontaktieren, um auszuloten, was an den Standorten möglich ist. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu entwickeln, mit denen sich am Ende alle identifizieren können. Es wäre schön, wenn wir auf diese Weise zusätzlichen Wohnraum für die Bürgerinnen und Bürger schaffen könnten. Und auch im Hinblick auf einen schonenden Flächenverbrauch wäre es wünschenswert, wenn wir das vorhandene Potential größtmöglich entwickeln könnten“, sagt Manuela Matz.

Die gesamte Analyse zum Aufstockungspotential von eingeschossigen Einzelhandelsgebäuden der Lebensmittelbranche finden Sie unter: www.mainz.de/einzelhandelsstandort

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