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Stiftung Schlaraffia Moguntia ernennt “Mainzer Stadtmusiker” Prof. Felix Koch

Ulrich H. Drechsler, Vorsitzender der Stiftung Schlaraffia Moguntia und Peter Krawietz von der Findungskommission überreichen Prof. Felix Koch im Roten Saal der Hochschule für Musik Mainz eine eigens für diese Auszeichnung gestaltete Skulptur der Nieder-Olmer Künstlerin Liesel Metten: Sie bildet eine zwinkernde Eule, das Wappentier der Schlaraffia Moguntia, ab.

Felix Koch ist der neue Mainzer Stadtmusiker. Und wenn man seinem Vorgesetzten, dem Universitätspräsidenten Prof. Dr. Georg Krausch glauben möchte, hätte die Stiftung Schlaraffia Moguntia, die diesen Titel seit zwei Jahren verleiht, gar keinen würdigeren Preisträger finden können. „Geehrt werden Künstlerinnen und Künstler, die sich in besonderer Weise um die Musikstadt Mainz verdient machen“, erklärt Ulrich H. Drechsler, Vorsitzender der Stiftung Schlaraffia Moguntia. Nach Domorganist Daniel Beckmann (2016) und der Saxophonistin Steph Winzen (2017) trägt Felix Koch den Titel nun für die nächsten zwei Jahre.

Der charismatische Dirigent ist Leiter des Collegium musicum an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität, Dozent sowie Solist und Ensemblemusiker. Aber auch ein von seiner Aufgabe begeisterter wie begeisternder Pädagoge, der jedes Jahr in einem von ihm entwickelten Grundschulsingen über tausend Mainzer Kinder auf dem Domplatz gemeinsam zum Singen bringt.

In seinem Grußwort würdigte der Mainzer OB die offenbar nie versiegende Energie und Tatkraft des Ausgezeichneten. Das Stadtoberhaupt selbst ist bekennender Fan der Arbeit Kochs und beim Domplatzsingen als Schirmherr auch engagierter Assistent des Dirigenten. Für Mainz sei das Wirken Kochs in den vielen verschiedenen Projekten ein Glücksfall – genau wie der Titel des Stadtmusikers selbst, der nicht nur die Tradition der Schlaraffen, sondern auch eine wichtige Facette des kulturellen Lebens der Stadt in das Licht der Öffentlichkeit rücke.

„Mit dem Titel des „Mainzer Stadtmusiker“ wollen wir jungen Menschen zeigen, welche Wege die Musik nehmen kann. Personifiziert durch die Preisträger, die mit uns -und wir mit ihnen- durch die Welt der Musik gehen. Dabei wollen wir als Stiftung zeigen, daß Kunst, Humor und Freundschaft erlebbare Elemente der gemeinsamen Freude sind“, erläutert Drechsler die Maxime des Vereins Schlaraffia Moguntia, der seit über 135 Jahren hier in Mainz wirkt. So bekannte Persönlichkeiten wir Ernst Neger, Herbert Bonewitz sen. oder auch Heinz Schilling von Cannstatt – genannt Rt. Goldperl vom kupfernden Berge- waren Mitglieder dieser Vereinigung.

Mit seiner äußerst kurzweiligen Laudatio umriss Georg Krausch die künstlerischen und menschlichen Vorzüge seines Kollegen und bildete pointiert auch das Motto der Mainzer Schlaraffen – Humor, Kunst und Freundschaft – ab. So erzählte der Uni-Präsident davon, wie Koch erst wenige Tage zuvor bei der Begrüßung der Erstsemester über 1000 junge Studierende dazu gebracht hätte, zusammen ein afrikanisches Volkslied zu singen und dazu zu tanzen. Den neuen Mainzer Stadtmusiker bezeichnete Krausch dabei als „mächtigsten Hochschullehrer unserer Universität – denn wer unserer Professorinnen und Professoren kann schon von sich behaupten, aus dem Stand 1000 Studierende nach seiner Pfeife tanzen zu lassen?“ Kochs Ausstrahlung sorge jedes Semester für wachsenden Zulauf in den von ihm geleiteten Ensembles UniChor und UniOrchester. Vor allem aber sei Koch ein Motivator, Integrator sowie Brückenbauer und dabei ein bemerkenswerter Teamplayer.

 

Bild- und Textrechte

Stiftung Schlaraffia Moguntia

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