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Stadtschreiber Eugen Ruge liest am 3. November in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur

Foto: Asja-Caspari

Der mehrfach ausgezeichnete Autor, 1954 im russischen Soswa geboren und in der DDR aufgewachsen, ist der 36. Träger des von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergebenen Literaturpreises. Mit Empathie für seine oft widersprüchlichen Figuren, die der Zeitgeschichte ausgesetzt sind, erzählt Ruge von Loyalität und Verrat in Zeiten der Diktatur. Beginn ist um 19 Uhr.

Eugen Ruge wuchs in Ost-Berlin auf. Der diplomierte Mathematiker, der 1988 in die Bundesrepublik ausreiste, begann seine schriftstellerische Laufbahn mit Theaterstücken und Hörspielen. Sein Debütroman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ wurde von den Kritikern als „DDR-Buddenbrooks-Roman“ gelobt und 2011 mit dem aspekte-Literaturpreis sowie dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. 2017 wurde der Bestseller mit Bruno Ganz verfilmt. Nach den Bänden „Theaterstücke“ und „Annäherung“ sowie den Romanen „Cabo de Gata“ und „Follower“ erschien 2019 der Roman „Metropol“, in dem Ruge erneut die Geschichte seiner Familie aufgreift, dieses Mal im kommunistischen Moskauer Exil der 1930er Jahre.
Heute lebt Ruge, der sich auch mit Bühnenstücken, Hörspielen und als Übersetzer von Anton Tschechows Dramen einen Namen machte, in Berlin und auf Rügen.

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