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Stadtrat mit Tiernahrung gekauft?

Die Linke schreibt uns: Wer die Stadtratssitzung am 13. April im Mainzer Rathaus verfolgte, durfte Zeuge eines unglaublichen Vorganges werden: Da stimmten alle Fraktionen, bis auf DIE LINKE. und ÖDP, für die Aufhebung des Zentrenkonzeptes bezüglich der Zoo- und Tierartikel. Das scheint zunächst mal nichts Besonderes zu sein, zumal ein ähnlicher Beschluss einige Monate zuvor für das Warensortiment Lampen in Verbindung mit der Ansiedlung von Möbel-Martin in Mainz-Hechtsheim gefasst wurde. Aber was haben Tiernahrung und Zoo-Artikel mit einem Möbelhaus zu tun? Die Lösung dieses ominösen Rätsels ermöglichte der Inhaber des Mainzer Traditionshauses Samen-Kämpf, Christian Herzog.

Der Versuch des LINKEN-Fraktionsvorsitzenden, Dieter Hofem, mit Herrn Herzog ein aufklärendes Gespräch zu führen, scheiterte zunächst an der überfallartigen Inbeschlagnahme Herzogs durch eine Vertreterin des Wirtschaftsdezernats, des CDU-Stadtrates Dr. Gerd Eckhardt sowie den neuen FDP-Fraktions-partner, Herbert Egner (FWG). Bei deren Rechtfertigungsversuchen kam es ans Tageslicht. Möbel-Martin hatte wohl in geheimer Mission der Verwaltung unmissverständlich klargemacht, man würde sich nur dann in Hechtsheim ansiedeln, wenn sich in der Nachbarschaft ein Shop für Tierbedarf niederlassen dürfe. „Warum wurde ich da nicht gefragt?“, beschwerte sich Christian Herzog zu Recht. Die Antwort liegt auf der Hand. Möbel-Martin macht es wie viele andere Investoren auch, stellt gnadenlos Bedingungen und bedient seine Amigos. Und was tun die kapitalhörigen Fraktionen? Sie lassen sich „überzeugen“, Zentrenkonzept hin oder her. Mit Erpressung hat das natürlich überhaupt gar nichts zu tun.