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Staatstheater: „Sommernacht“ vom 1. bis 17. Juli im Landesmuseum Innenhof

Unter freiem Himmel, im Innenhof des Landesmuseum, lernt das Publikum Helena kennen. Eine erfolgreiche Scheidungsanwältin, die zum wiederholten Mal von ihrem verheirateten Liebhaber versetzt wird und sich dort allein mit einer Flasche Wein aufhält. Sie trifft auf Bob, einen unauffälligen Kleinkriminellen, der auf seinen nächsten Auftrag wartet.

Sie sind beide 35, und so wie es aussieht, halten das Leben und diese Nacht nicht mehr viel für sie bereit – also stürzen sie sich in einen betrunkenen One-Night-Stand. Damit könnte die Geschichte zwischen Helena und Bob auch schon zu Ende sein, wenn sie sich am nächsten Tag nicht zufällig wiederbegegnen würden.

Helena steht gerade im Brautjungfernkleid auf den Stufen einer Kirche, als Bob mit 15.000 Euro Diebesgut in der Tasche, mit denen er es nicht mehr rechtzeitig zur Bank geschafft hat, an ihr vorbeigeht. Aus einem gemeinsamen Nachmittag wird eine lange, schräg-magische Mittsommernacht, in der sie die gesamten 15.000 Euro auf den Kopf hauen, literweise Alkohol trinken, verschütten, verteilen und in einem Bondage-Club zu esoterischen Erkenntnissen kommen.

„Statt Linearität hat dieses selbstironische ‚play with songs’ eine emotionale Logik, die Wiedererkennungslacher im Minutentakt beschert, ohne ins Sentimentale zu driften. Greig spielt federleicht mit den schweren Fragen, die man sich immer mal wieder im Leben stellen sollte. Brillant“, schreibt die Fachzeitschrift Theater heute.
Beginn: 20 Uhr (Innenhof des Landesmuseums)

(Foto: Staatstheater Mainz)

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