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Staatstheater justmainz: Junges Theater für alle Altersklassen

Das sehr gute Programm des Jungen Staatstheater justmainz wurde heute vorgestellt. Die verschiedenen Sparten des Staatstheaters spielen für alle Altersklassen – vom Tanzstück ab 3 Jahren über Produktionen im Kindergarten und Grundschulalter bis hin zum Programm für weiterführende Schulen. Zu erleben sind diese Stücke sowohl auf den kleinen Spielstätten des Hauses, wo die Zuschauer*innen besonders nah am Geschehen sind, also im Glashaus, in der Kakadu Bar und auf U17, als auch im Kleinen Haus und natürlich mit dem Familienstück „Die Bremer Stadtmusikanten“ im Großen Haus.


Zahlreiche Schulvorstellungen am Vormittag erreichen unterschiedliche Altersgruppen von der 1. bis zur 8. Klasse. Die erfolgreichen Schulkooperationsprogramme theaterstarter und enter, an denen mittlerweile mehr als 500 Schulklassen teilnehmen, ermöglichen Theaterbesuche für alle – unabhängig vom Elternhaus.
Im Abendspielplan finden sich vielfältige Angebote bis zur Oberstufe und für Studierende, insbesondere Kabale und Liebe, Werther, Die Physiker und Glaube Liebe Hoffnung werden derzeit regelmäßig abends von Schulklassen und Gruppen besucht.

In enger inhaltlicher Begleitung des Spielplans steht für Pädagog*innen ein reiches Angebot durch die Theatervermittlerinnen zur Verfügung: Workshops, Inszenierungssichtungen, Vor- und Nachbereitung der Stücke, Fort bildungen, pädagogisches Begleitmaterial etc. sind selbstverständlich.
Alle Produktionen und Angebote finden sich in dem frisch erschienenen eigenen Jahresheft von justmainz, das Lucia Kramer redaktionell verantwortet. Wie auch im Spielzeitheft des Hauses hat der Bühnenbildner und Zeichner Peter Engel hierfür wunderbar skurrile und zarte Illustrationen entworfen – sympathisch verfranst und ähnlich verwirrt wie wir alle in diesen unübersichtlichen Zeiten, bevölkern sie die Seiten. Und kommentieren auf der Bildebene die Stücke ebenso wie das Spielzeitmotiv „Du kannst mir alles erzählen“, dem im Kinder- und Jugendtheater vor dem eingangs beschriebenen Hintergrund eine besonders dringliche Bedeutung zukommt.
Um möglichst viele zu erreichen, verlässt justmainz immer wieder das Stammhaus – so ist etwa die Tanzproduktion kreuz&quer mobil in Kindertagesstätten unterwegs.

Und ab sofort erobert das Theater mit einer neuen und ungewöhnlichen Produktion die Stadt: Der Hörspaziergang „Ich höre was, was du nicht siehst“ holt Kinder auf der digitalen Ebene ab, führt sie in den Stadtraum und verführt sie zum Theater! Rebekka Gebert und Elena Garcia Fernandez, die dieses besondere Erlebnis konzipiert und entwickelt haben, stellten das Projekt vor: Über die App Actionbound werden die jungen Besucher*innen auf eine interaktive Schnitzeljagd durch Mainz geschickt. An verschiedenen Orten treffen sie auf Figuren aus dem laufenden Spielplan, die aus dem Theater ausgebüxt sind und wieder eingesammelt werden müssen. Der Hörspaziergang steht ab sofort kostenfrei in der App Actionbound zur Verfügung.

Darüber hinaus lädt das Staatstheater Mainz mit vielen partizipativen Formaten zum Mitmachen ein, Zugänglichkeit ist ein wichtiges Thema der theatervermittelnden Arbeit. Hierfür bieten Theaterbanden für Jugendliche und Erwachsene, Open Classes im Tanz, Workshops am Wochenende mit Ensemblemitgliedern und Mitarbeiter*innen aus den verschiedenen Abteilungen spannende Möglichkeiten.
Clubs und Werkstätten werden für verschiedene Altersgruppen angeboten, ab Januar 2022 wird es auch wieder einen Jugendclub geben – gerade die interaktiven Formate sind sehr vermisst worden und es ist gut und wichtig, dass sie nun wieder möglich sind.

In der vor einigen Wochen eröffneten Kakadu Bar stehen an den Wochenenden bis Weihnachten Lesungen für Familien auf dem Programm.
Alle aktuellen Informationen zum Programm für Kinder und Jugendliche sowie die jeweils geltenden Rahmenbedingungen für den Theaterbesuch finden sich auf der Homepage, darüber hinaus informieren eigene Newsletter für Pädagog*innen, Familien und zum Mitmachen ebenso wie natürlich die sozialen Kanäle Facebook und Instagram.

Foto: A. Etter

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