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Schuh- und Standaktion zum „Tag des Flüchtlings“ am 2. Oktober

Kara-Tepe II-Lager auf Lesbos als Ersatz für das Lager Moria. Das Elend geht weiter. (Behrouz Asadi)

Zum Tag des Flüchtlings lädt der Mainzer Flüchtlingsrat für Freitag, den 2. Oktober  von 17-19 Uhr vor das Staatstheater Mainz ein.  „Mit einer Schuh-Mitmachaktion will er auf die Situation der Menschen auf der Flucht an den EU-Außengrenzen aufmerksam machen“, sagt Bernd Drüke vom Flüchtlingsrat. Seit 2014 sind mehr als 20.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken. „Die von den Aktiven aufgestellten Schuhe sind eine symbolische Verbindung zwischen uns und den Menschen auf der Flucht und können gerne mit mitgebrachten Schuhen der Besucher ergänzt werden“ so Drüke: „Gerne auch mit einem angehängten Zettel mit einem Wunsch oder zum Gedenken.“ Das Motto der Interkulturellen Woche „Zusammen leben, zusammen wachsen“ ruft zur Integration und Solidarität auf. Um 17 Uhr gibt Prof. Gerhard Trabert einen Zwischenstand zu seinen Aktionen zwischen Hilfe und politischer Solidarität. Um 17.30 Uhr berichten Ulla Brede-Hoffmann und Behrouz Asadi, die gerade von einem Hilfstransport nach Lesbos zurückgekehrt sind, über die Lage der Menschen in Athen und im neuen Kara Tepe II-Lager.
Angefragt ist auch Natascha Müller, die die letzten Monate als Freiwillige für die Basisorganisation „Collective Aid“ in Serbien und Bosnien-Herzegowina gearbeitet hat und zu Spenden für die Winterhilfe auf der Balkanroute aufruft. Informationen gibt es auch zur Situation der Flüchtlinge im zentralen und westlichen Mittelmeer, zur Bereitschaft des Mainzer Stadtrats zur überquotalen Aufnahme von Flüchtlingen von letzter Woche und zum „Neuen Pakt Migration und Flucht“ der EU-Kommission. Ein kurzer Beitrag gibt einen Einblick in die Situation der Geflüchteten in den Flüchtlingsunterkünften in Mainz in Coronazeiten. Mit diesen Beispielen ist der Aufruf an alle zum solidarischem Handeln in einer gespaltenen und trotzdem zusammenwachsenden Welt verbunden.

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