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PIRATEN wollen mit eigener Fraktion in den Stadtrat einziehen

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Die Piratenpartei (PIRATEN) will in Fraktionsstärke in den nächsten Stadtrat einziehen. Das ist das erklärte Ziel der Partei, die dazu am Dienstagabend 21 Mainzerinnen und Mainzer auf ihre Stadtratsliste wählte. Maurice Conrad, Britta Werner und Bodo Noeske stehen an der Spitze der offenen Liste der Piratenpartei zur Stadtratswahl.

Die Piratenpartei hat ihre Kandidierenden für die Stadtratswahl bestimmt. 21 Mainzerinnen und Mainzer wählten die PIRATEN am Dienstagabend auf ihre Liste. Ziel der PIRATEN ist es, das Ergebnis der letzten Stadtratswahl von 1,8 Prozent zu steigern, um im Stadtrat eine eigene Fraktion bilden zu können. Die PIRATEN ermöglichten dabei nicht nur ihren Mitgliedern eine Kandidatur, sondern wählten auch über 10 Menschen aus der Zivilgesellschaft auf ihre Liste.

Angeführt wird die Liste von dem 18-jährigen Abiturient und Software Engineer Maurice Conrad. Er engagiert sich für ein freies Internet und gehört zu den Mainzer Organisatoren des weltweiten Schulstreiks #FridaysForFuture. Auf Platz 2 kandidiert Britta Werner (52) aus Weisenau, die als Soziale Betreuung in einem Seniorenzentrum arbeitet.
Das Spitzentrio wird komplettiert von Bodo Noeske (56), Versicherungsmakler aus der Mainzer Neustadt.

„Ich wünsche mir eine Politik, die junge Menschen auf Augenhöhe einbindet und sie an den politischen Prozessen ernsthaft beteiligt“
erklärt Spitzenkandidat Maurice Conrad. „Die Piratenpartei steht für eine andere Art von Politik, die statt Ängste zu schüren bunt, weltoffen und zukunftsbejahend auftritt. Politik geht anders und deshalb wird es Zeit, sie auch mal anders zu machen.“

„Wir kämpfen darum, gemeinsam in den Stadtrat zu ziehen, damit wir als Fraktion sachkundigen Bürgern den Zugang zu demokratischen Prozessen öffnen können“, erklärt Britta Werner, die berufsbegleitend Soziale Arbeit studiert und bereits seit der letzten Kommunalwahl in kommunalen Gremien mitarbeitet.

Der stellvertetende Landesvorsitzende der Piratenpartei Rheinland-Pfalz, Bodo Noeske, stellte fest, es sei nach der Bundestagswahl 2017 nicht absehbar gewesen, dass in Mainz eine so wettbewerbsfähige Kandidierendenliste aufgestellt werden kann. Über konsequentes antifaschistisches Engagement, das Eintreten für anspruchsvolle Klimaziele und die Kampagne #SaveYourInternet hätten sich die PIRATEN aus einem Tief wieder nach oben gearbeitet. Jetzt gelte es, die organisatorischen und politischen Erfolge auch in Wählerstimmen und ein gutes Ergebnis bei der Stadtratswahl und der gleichzeitig stattfindenden Europawahl umzumünzen.

Auf der Liste folgen die Freifunker und IT-Experten Florian Altherr, Stephan Forth und Matthias Slovig und engagierte Parteimitglieder wie Sascha Ruschel, Roland Hartung, Michael Spangenberg und Stefan Trös.
Außerdem ermöglichen die Piraten vielen Mainzerinnen und Mainzern eine Kandidatur für den Stadtrat, die nicht Parteimitglied sind. Die ganze Liste:

1. Maurice Conrad
2. Britta Werner
3. Bodo Noeske
4. Florian Altherr
5. Sascha Ruschel
6. Roland Hartung
7. Stephan Forth
8. Michael Spangenberg
9. Matthias Slovig
10. Stefan Trös
11. Annabelle Goertz
12. Oruc Salman
13. Gert Hoffmann
14. Wilfried Jaspers
15. Ulrich Jacob
16. Alexander Franz
17. Armin Conrad
18. Chakir Laabdalloui
19. Franz Kirst
20. Pascal Conrad
21. Andre Hahn

Eine weitgehend autofreie Innenstadt, die von allen problemlos zu Fuß, mit dem Fahrrad sowie einem fahrscheinfreien ÖPNV erreichbar ist, der wissenschaftlich begleitete Modellversuch eines Cannabis Social Clubs und das Eintreten für ein kommunales Wahlrecht auch für Nicht-EU-Staatsbürger sind einige der Kampagnenschwerpunkte.

Spitzenkandidat Conrad hierzu: „Die Mainzer und Mainzerinnen können sich auf einen kreativen und engagierten Wahlkampf der PIRATEN freuen. Ich habe große Lust auf die mir anvertraute Aufgabe.“

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