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Pilotprojekt „Bäume melden, wenn sie durstig sind“

Die Mainzer Stadtwerke hat jetzt mit der Wohnbau Mainz sowie dem Start-up-Unternehmen „Treesense“ das Projekt „intelligentes Gießen von Bäumen“ gestartet. Dafür wurden an mehreren im Stadtgebiet verteilten Jungbäumen spezielle Sensoren angebracht. Diese Sensoren sollen per Funk in den kommenden Monaten mehrmals am Tag Daten zum Wasserhaushalt der Pflanzen übermitteln und so ein bedarfsgerechtes Gießen von Jungbäumen in Mainz ermöglichen.

Im Zuge des Klimawandels wird das Gießen von neu angepflanzten Bäumen immer relevanter. Durch die Sensorik soll dies künftig möglichst bedarfsgerecht erfolgen. Getestet wird das Ganze jetzt mit Sensoren an insgesamt zehn Baum-Standorten der Wohnbau in Mainz. Unter anderem stehen fünf „Test“-Bäume in Mombach, jeweils zwei auf dem Hartenberg und dem Lerchenberg und einer in Gonsenheim.

Dabei liefert das in der vergangenen Woche vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit dem Sonderpreis „Digitale Nachhaltigkeit“ ausgezeichnete Start-up „Treesense“ die entsprechenden Sensoren und das erforderliche Baum-Know-how. Die Sensoren werden an einem repräsentativen Ast angebracht und erfassen dabei den elektrischen Widerstand in den so genannten Xylem-Kanälen der Äste. Diese Kanäle sind verantwortlich für den Wassertransport von den Wurzeln bis in die Baumkrone. Dabei gilt: Je mehr Wasser im Baum, desto geringer der elektrische Widerstand. Misst man die elektrischen Widerstände regelmäßig und mehrfach am Tag, entsteht eine Zeitreihe, aus dem der „Durst des Baums“ oder eben der Bedarf zum Gießen erkannt werden kann.

Hier kommt die Mainzer Stadtwerke AG ins Spiel, die über ein gut funktionierendes LoRaWan-Netz verfügt. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um ein spezielles Funknetz, das geringe Datenmengen auch über große Entfernungen hinweg mit einem geringen Energieverbrauch übermitteln kann. Die von den Sensoren in den Bäumen ermittelten Daten gelangen dann über das Stadtwerke-Lora-Netz zu „Treesense“, wo die Auswertung und Visualisierung der Daten auf einer Web-Oberfläche erfolgt und somit allen Projektbeteiligten zur Verfügung steht.

Die erste Testphase des Projekts läuft zunächst über die gesamten Gießperiode  bis etwa Ende September. Ziel des Pilotprojekts ist es, den Wasserhaushalt der Bäume kontinuierlich zu ermitteln und

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