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Parkhaus Rathaus öffnet ab 6. Oktober die ersten drei Untergeschosse

Nach 16 Monaten Bauzeit werden nach einer umfangreichen Sanierung im gesamten Parkhaus Rathaus die ersten drei Untergeschosse ab 6. Oktober dem öffentlichen Parkverkehr wieder zugänglich gemacht.
Für ständig einsickerndes Grundwasser wurde ein extra Pumpensystem errichtet.

Das Parkhaus Rathaus gehört der Rheingoldhalle GmbH & Co.KG, Betreiber ist die PMG Parken in Mainz GmbH. Die Projektleitung für die Sanierung hat die MAG übernommen, Projektleiterin ist Hargitta Hartmann von der MAG: „Wir haben eine intensive Umbauzeit hinter uns, bei der wir die komplette Technik rausgenommen, das Gebäude entkernt, den Beton umfassend saniert, das Gebäude und die technischen Installationen vom Rathaus und der Rheingoldhalle abgekoppelt, dabei die technischen Anlagen komplett neu aufgesetzt, und schließlich das neue Designkonzept der PMG auf allen Parkebenen umgesetzt haben“.

Baubeginn war am 3. Mai 2021, mitten in der Corona-Pandemie, die von extremen Liefer-Engpässen und Preissteigerungen geprägt war und dennoch zieht der Geschäftsführer der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG), Nils Teske, ein erstes positives Fazit: „Es ist uns trotz der schwierigen Gesamtsituation gelungen, die Sanierung sowohl im Zeitplan als auch einigermaßen im Kostenrahmen zu halten, wir gehen dabei nach wie vor von Gesamtkosten von rund 12 bis 12,5 Millionen Euro aus“.

Saniert wurde die Garage von unten nach oben. Das oberste Parkdeck kann allerdings erst fertiggestellt werden, wenn auch die Gestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes umgesetzt wird, schließlich ist die Bodenkonstruktion des Jockel-Fuchs-Platzes zugleich die Deckenkonstruktion des Obergeschosses. Diese Deckenkonstruktion muss, wie der Rest des Parkhauses ebenfalls umfangreich saniert werden. Zudem werden Teile des Jockel-Fuchs-Platzes zur Baustelleneinrichtung für die Rathaussanierung benötigt.

Auf den nun freigegebenen drei Parkebenen stehen ab 6. Oktober knapp 400 Parkplätze zur Verfügung, wobei aktuell noch keine Barrierefreiheit gegeben ist, da bedingt durch Lieferengpässe, der Aufzug noch nicht fertiggestellt werden konnte. Die Inbetriebnahme des Aufzugs ist für Anfang 2023 geplant.

Eng abgestimmt wird sich auch weiterhin mit der Projektgruppe der Rathaussanierung: „Hier laufen die Gespräche konstruktiv und auf kurzem Weg, die Zusammenarbeit läuft sehr gut“, so MAG-Projektleiterin Hartmann.

Es ist weiterhin geplant, auf der Ebene 1 Flächen für Fahrradparkplätze freizuhalten. Außerdem sollen E-Ladestationen für Pkws eingerichtet werden können. „Die dafür notwendige Trafostation ist allerdings aufgrund von Lieferengpässen noch nicht einsatzbereit, allerdings ist das Rathaus Parkhaus künftig für eine Erweiterung mit E-Ladeparkplätzen vorgerüstet“, so MAG-Geschäftsführer Martin Dörnemann, „hier werden wir uns am Bedarf orientieren und entsprechend der Marktlage reagieren“.

Mit der Sanierung waren im Namen der Rheingoldhalle GmbH & Co.KG rund 30 Unternehmen beauftragt worden, von Elektrofirmen bis zu Brandschutzplanern. Den Löwenanteil nahm die Betonsanierung ein, hierfür wurde nach entsprechend europaweiter öffentlicher Ausschreibung die Karrié Bauwerkserhaltung GmbH beauftragt. Das deutschlandweit auf allen wesentlichen Spezialgebieten der Bauwerkserhaltung führende Unternehmen setzt unter den Aspekten der Werteerhaltung und Nachhaltigkeit öffentliche und private Bauwerke instand – vom Parkhaus über die Wohnanlage bis hin zum Tunnel. Der Bauherr setzt mit diesem Auftrag einmal mehr auf die bewährte Expertise und hohe Zuverlässigkeit des Mainzer Karrié Teams, das auch schon bei der Sanierung der Hilton-Garage erfolgreich für die MAG tätig war.

12.000 Quadratmeter Bodenfläche, ca. 12.000 Quadratmeter Deckenfläche sowie ca. 5.000 Quadratmeter Wandfläche und 280 Stützen mussten dabei insgesamt instandgesetzt werden. Zudem wurden über 80 Türen erneuert und über 400 neue LED-Leuchten in den unteren Parkebenen montiert.

„Die Sanierung ist komplex, vieles läuft parallel. Deshalb sind Bauleiter Raphael Gottwald bzw. unser Oberpolier Ramazan Akcesme den ganzen Tag vor Ort. Aus dem Karrié-Bauleitungsbüro in der ersten Ebene koordinieren sie einen Trupp von 30 bis 40 Handwerkern. Aber die gute Kommunikation untereinander, die vorausschauende Planung und die effizienten Absprachen zwischen den Gewerken waren die Garanten für eine erfolgreiche Umsetzung“, erklärt Karrié-Geschäftsstellenleiter Boris Palm.

Eine weitere Herausforderung, in der in unmittelbarer Rheinnähe gelegenen Tiefgarage, stellt das Grundwasser dar, das vor allem von Herbst bis Frühjahr in die Wartungsgänge eindringt.

„Leider wird durch winzige Risse immer wieder Grundwasser in die Tiefgarage gelangen, wir werden dazu ein spezielles fest installiertes Pumpensystem vorhalten, das bei Bedarf eingedrungenes Wasser wieder rauspumpen wird“, so MAG-Projektleiterin Hargitta Hartmann.

Neben der kompletten Renovierung der einzelnen Parkebenen wurde zudem das vom „Auto Club Europa“ ausgezeichnete PMG-Farb- und Beleuchtungskonzept umgesetzt, dazu zählen neben dem Design an Wänden und Decken, auch Parkplatz- und Farbmarkierungen sowie ein neues Beleuchtungskonzept auf LED-Basis.

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