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Neustart der Phönix-­Halle in Mainz ist gesichert – Wiedereröffnung im Dezember

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aus der Allgemeinen Zeitung von Michael Jacobs (Foto: Nathalie Michel)

Es ist vollbracht. Die Phönix-Halle auf dem Gelände der Alten Waggonfabrik in Mombach bleibt der Stadt als Kultur- und Veranstaltungsarena erhalten. Nach fast einjährigem Verhandlungsringen mit Sponsoren und potenziellen Geldgebern können die Investoren um die Mainzer Technik-Dienstleisterfirma „Light and Sound“ und dem Unternehmerberater Hanns-Christian von Stockhausen nun ihr neues Nutzungskonzept auf den Weg bringen.
Erst am Montagmorgen sei der letzte Finanzierungsbaustein gelegt, am Nachmittag dann der auf zunächst zehn Jahre terminierte Vertrag mit dem Berliner Immobilienentwicklungsunternehmen Beos unterzeichnet worden, sagte von Stockhausen bei der Verkündung des ultimativen Phönix-Fluges. Bei der Beos AG, die die Alte Waggonfabrik 2008 erworben hatte, setze man großes Vertrauen in die neue Crew, sagte Projektmanager Stephan Gubi: „Wir freuen uns, dass der Weg der Spielstätte mit Fabrikflair weitergeht.“

Die Geschicke der Phönix-Halle wird künftig die „Halle 6345 Betreibergesellschaft“ lenken, der neben von Stockhausen die beiden „Light and Sound“-Geschäftsführer Ralph Heinrich und Torsten Spode angehören. „Wir wollen eine komplett neue Halle mit neuem Gesicht“, meint Heinrich, wobei der industrielle Charme des 1949 eröffneten Gebäudes mit seinen frei stehenden Stahlsäulen und Lastkränen in der 13 Meter hohen Deckenkonstruktion so weit wie möglich erhalten werden soll.

Optische und technische Modernisierung

Das neue Konzept sieht eine Nutzung sowohl als Kultur- und Konzerthalle als auch im Bereich Corporate Events, Messen oder Sport vor. So finde im erweiterten Veranstaltungsportfolio auch Show- und Breitensport – etwa Boxen, Beachvolleyball oder Indoor-Climbing – seinen Platz. Neben guten Kontakten zu Mainzplus Citymarketing sei man auch mit den Ringern des ASV Mainz 88 im Gespräch.

Verbunden mit der Umrüstung zu einer großen Multifunktionsarena ist eine optische und technische Modernisierung des Gebäudes unter Federführung des Wiesbadener Architekturbüros Freiraum4Plus. So soll die Fassade aufgearbeitet, der Boden erneuert und neue Sanitäreinheiten integriert werden. Darüber hinaus sollen Konferenzräume geschaffen sowie neue Heizungs- und Sprinkleranlagen installiert werden. Herzstück der einst dreigeteilten Haupthalle ist aber der große, fast 5000 Quadratmeter große Veranstaltungsraum, der durch flexible Trennungselemente an die jeweiligen Größenanforderungen der Events angepasst werden kann. Mit seinem nach der kompletten Entkernung hervorstrahlenden spröden Industriecharme soll er zum Markenzeichen der wiedergeborenen Phönix-Halle werden, die Heinrich im Konzert der regionalen Event-Locations künftig ganz vorne sieht. „Mit einem angepeilten Fassungsvermögen von bis zu 5000 Besuchern positionieren wir uns direkt hinter der Frankfurter Festhalle.“

Modernisierungsarbeiten beginnen zeitnah

Zur Absicherung des Investitionsvolumens von knapp 2,5 Millionen Euro wurde ein Konsortium aus Banken und Investoren gebildet, zu dem unter anderem die Mombacher Geno-Bank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Rheinland-Pfalz sowie ein Privatinvestor gehören.

Die Modernisierungsarbeiten starten in den nächsten Tagen. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Phönix-Halle noch im Dezember mit einer Weihnachtsshow wiedereröffnet werden. Bis dahin dürfte sich auch der Veranstaltungskalender weiter gefüllt haben. „Es liegen schon 20 Vorverträge in der Schublade“, sagt Heinrich, der mit langjähriger Erfahrung im Veranstaltungsgeschäft gute Kontakte zur Branche besitzt und auch schon an eigenen Formaten bastelt. Damit die Fans sich nicht in automobilem Chaos verstricken, soll die Zahl der Stellplätze auf bis zu 800 erweitert werden inklusive möglicher Überlauf-Parkplätze am Mombacher Schwimmbad.

 

Die neue Website wird aktuell entwickelt.
Online-­Kanäle der Initiative „Rettet den Phönix“:
www.rettet‐den‐phoenix.de
www.facebook.com/rettet.den.phoenix