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Nachttanzdemo in Mainz am Freitag, 25. Juli

nachttanzdemo

Auch 2014 wird wieder gegen eine neoliberale Stadtpolitik und für mehr unkommerzielle Räume in Mainz demonstriert. Von den Linken. Treffen am Hbf um 19 Uhr. AUFRUF zur Nachttanzdemo von den Linken: Weitere Infos gibts unter: rechtaufstadtmainz.blogsport.eu

/”Qui dit étude dit travail/ [Wer Studium sagt, sagt Arbeit]
/Qui dit taf te dit les thune/ [Wer Arbeit sagt, sagt Geld]
/Qui dit argent dit dépenses/ [Wer Geld sagt, sagt Ausgaben]
/Qui dit crédit dit créance/ [Wer Kredit sagt, sagt Forderungen]
/Qui dit dette te dit huissier/ [Wer Schulden sagt, sagt Gerichtsvollzieher]
/Qui dit assis dans la merde/ [Und damit auch ‘in der Scheiße sitzen’]

/car les problèmes ne viennent pas seul/
[Denn Probleme kommen selten allein]
/Qui dit crise te dis monde, dit famine et dit tiers monde/
[Wer Krise sagt, sagt Welt, sagt Hungersnot und Dritte Welt]
/Qui dit fatigue dit réveil, encore sourd de la veille/ [Wer Müdigkeit sagt, sagt Aufwachen – immer noch taub vom Vorabend]
/Alors on sort pour oublier tous les problèmes/
[Also ziehen wir los um all die Probleme zu vergessen]

/Alors on danse“/ [Also tanzen wir]

Damit die Probleme uns nicht brechen, tanzen wir gemeinsam!
Jahr für Jahr träumen und tanzen wir,
aber noch scheint nichts voranzukommen,
und doch ist so vieles passiert.

Heute tanzen wir gemeinsam, um die Ohnmacht abzuschütteln.
Die Ohnmacht gegenüber den Verhältnissen, die wie ein Uhrwerk weiterlaufen,
in das wir noch nicht genügend Sand und Steine geworfen haben.

Die Mieten sind unbezahlbar und die Arbeit frisst uns auf.
Die Fassaden sind schön bunt, aber die Probleme nur übertüncht.
Und das ist das schöne Leben, sagt der Bildschirm in der Bahn.
Doch du weist genau, dass du nicht Teil davon sein willst,
selbst wenn du es könntest.

Aber wie sähe Dein schönes Leben aus?

– Ich wünsche mir,…
…in einer Welt zu leben, in der viele Welten möglich sind, in der
öffentliche Plätze und Gebäude öffentlich bleiben und nicht verkauft
werden.
…dass leer stehende Räume nicht verstauben, sondern mit Leben gefüllt
werden und dass alle an ihrer Gestaltung Teil haben können.

– Ich träume davon, dass…
… sich dort jeder wohlfühlen kann und niemand ausgeschlossen wird.
… Menschen, die sich engagieren, nicht eingeschüchtert werden.
… Wohnen nicht zur Ware verkommt.
… Leben in der Innenstadt nicht der ökonomischen ‚Elite‘ vorbehalten ist.

– Ich kämpfe für eine Welt, in der…
… auf den Straßen kein Mensch mehr hungern oder frieren muss.
… Geflüchtete mit aller Herzlichkeit willkommen geheißen werden.
… menschliches Miteinander wieder wichtiger wird als Wirtschaftswachstum.
… du und ich die Stadt, in der wir leben, aktiv gestalten.

Ich wünsche mir Farben und Glitzer ohne dafür bezahlen zu müssen.

Kann das denn so schwer sein?

Wir wollen uns nicht zum Takt dieses Uhrwerks bewegen.
Wir spielen unsere eigene Melodie, einen Rhythmus für alle!
Es hat gerade erst begonnen und wird nicht aufhören.