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Mainz denkt global – Firmenlauf am 6. September

Am 6. September ist es wieder soweit: Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) laufen durch die Mainzer Innenstadt.

Bereits zum zweiten Mal tragen über 40 Läuferinnen und Läufer die bunten Zeichen auf ihren Trikots in das Ziel des Mainzer Firmenlaufs. Hierzu riefen die Außenstelle Mainz von Engagement Global, die AGENDA 21-Koordinierungsstelle der Stadt Mainz und der Weltladen-Dachverband gemeinsam auf.Unter dem Motto „SDGs bewegen“ wird damit die Botschaft der Nachhaltigkeitsziele für tausende Menschen auf den Straßen der Innenstadt sichtbar. Um zu zeigen, dass in Mainz bereits aktiv an der Umsetzung der 17 Ziele gearbeitet wird, präsentieren die Kooperationspartner hier Beispiele bürgerschaftlichen Engagements. Grundsätzlich ist jeder und jede bei der Umsetzung gefragt und kann sich in einem bestehenden Verein oder Projekt oder mit eigener Initiative für die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele einsetzen.

Was hat die Agenda 2030 mit mir und meiner Stadt zu tun?

Mainz ist Teil dieser Welt – gemeinsam können wir eine lebenswerte Welt für alle Menschen realisieren. Seit vielen Jahren engagieren sich Menschen, Vereine und Initiativen in Mainz, um eine solche Welt mitzugestalten. Nachhaltiges Handeln vor Ort wird damit greifbar und stellt einen direkten Bezug zu Globalisierungsfragen her. Diese sind nur scheinbar fern, sondern betreffen uns alle in unserem Alltag und können von uns gestaltet werden. Die Art, wie wir leben, was wir kaufen und konsumieren, wie wir von A nach B kommen, hat essentiellen Einfluss auf den Ressourcen- und Energieverbrauch, auf die Belastung von Umwelt und Klima sowie auf soziale Gerechtigkeit hier in Mainz und weltweit. Wir erreichen eine zukunftsfähige und gerechte Welt nur, wenn sich der Lebensstil rund um den Globus ändert und unser aller Konsumverhalten und Umgang mit natürlichen Ressourcen nachhaltiger werden. Lassen Sie sich durch die hier aufgeführten Beispiele inspirieren und ermutigen, mit dabei zu sein!

afemdi-projekte Deutschland e.V.

Wir leisten einen Beitrag zur Umsetzung der SDGs 4 und 5, denn wir fördern die Schulbildung und die Alphabetisierung von Frauen in Kamerun. Mit Bildung werden die Menschen selbstständig und lernen, sich im gesellschaftlichen Leben zu behaupten. Wir freuen uns, neue Menschen kennen zu lernen, die mitarbeiten oder spenden wollen. www.afemdi.de

UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG

Unser Ziel ist eine klimaschonende, bezahlbare und dezentral organisierte Energieversorgung in Bürgerhand (SDGs 7 und 13). Wir bauen Photovoltaikanlagen, vertreiben Ökostrom und bieten ein Elektro- CarSharing in Mainz an. Nutzen Sie unsere Angebote und/oder machen Sie mit! www.urstrom.de

Weltladen-Dachverband e.V.

Weltläden setzen sich mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte sowie mit Bildungs- und politischer Kampagnenarbeit für mehr Gerechtigkeit im Welthandel ein. Sie haben somit viele Bezugspunkte zu den SDGs. Kaufen Sie fair gehandelte Produkte oder engagieren Sie sich in einem der rund 800 Weltläden bundesweit! www.weltladen.de

Hintergrund: Agenda 2030

Um die schlimmsten Formen der Armut bis zum Jahr 2030 zu überwinden, den Klimawandel aufzuhalten und unser Wirtschaften innerhalb der ökologischen Grenzen zu halten, hat die internationale Staatengemeinschaft im September 2015 die Agenda 2030 verabschiedet. Das Kernstück bilden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Die 17 SDGs berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – gleichermaßen. Die Agenda 2030 nimmt dabei explizit auch die Industrieländer in die Pflicht, ihre Produktions- und Konsummuster so zu gestalten, dass sie global gerecht und ökologisch verträglich sind. Damit ruft sie dazu auf, gemeinsam strukturelle Probleme und Hindernisse im globalen Norden wie im Süden zu bearbeiten. Ohne eine Neuorientierung unserer eigenen Konsum- und Produktionsmuster, unserer Bildungs-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik wird die verträgliche Gestaltung unseres ökologischen Fußabdrucks und die Beseitigung von Armut und Ungleichheit weltweit nicht zu schaffen sein. Dies gilt in Mainz genauso wie in allen Ländern dieser Erde

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