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Kunst: Jeonghoon Shin – Vivarium ab 13. Januar in der Emde Gallery

Einzelausstellung des südkoreanischen Künstlers Jeonghoon Shin. Er beschäftigt sich in raumfüllenden – oder auch kleineren – Installationen und skulpturalen Objekten mit der Welt der Einrichtungsgegenstände. Seine Skulpturen besitzen häufig nicht nur einen ästhetischen, sondern auch einen funktionalen Charakter und spielen mit den Grenzen zwischen Kunst und Design-Produkten bzw. Möbelstücken. Eröffnung am 13. Januar um 18 Uhr.


Unter einem „Vivarium“ versteht man einen Behälter oder Glaskasten, in dem lebende Tiere gehalten werden. Bei Jeonghoon Shins Protagonisten handelt es sich um in Ton modellierte Figuren, die sich, einzeln oder zu Gruppen arrangiert, lose im Raum verteilen. Die auf dem Boden platzierten Objekte wirken zum Teil vertraut, zum Teil fremdartig, reichen von abstrakt bis figurativ über Tier- und Menschendarstellungen – darunter auch einzelne Körperteile wie Köpfe, Füße oder Tatzen oder skurril anmutende, surreale Mischwesen aus Mensch und Tier – bis zu möbelartigen Objekten wie Lampeninstallationen, Tischen oder Vasen. Kennzeichnend ist die graue, glänzende Oberfläche der glasierten Tonskulpturen, durch deren Oberfläche sich Risse ziehen. Futuristisch, fantastisch und ein bisschen schaurig kommen sie daher und führen den Betrachter in eine andere mögliche oder unmögliche, surreale, fremde Welt. Dabei werfen Jeonghoon Shins Skulpturen immer auch Fragen nach dem generellen Status von Kunstwerken auf.
Jeonghoon Shin wurde 1998 in Ahnseong-Si (Südkorea) geboren, er lebt und arbeitet in Mainz. Sein Kunststudium an der Kunsthochschule Mainz begann er 2018 in der Klasse für Bildhauerei bei Prof. Sabine Groß. Zur Dokumentation der Ausstellung erscheint eine Broschüre.

14.01.2023 – 25.02.2023
Dienstag, Donnerstag und Freitag 11-18 Uhr,
Samstag 11-15 Uhr
Ausstellungseröffnung:
Freitag, 13. Januar, 18-20:30 Uhr

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