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Kampf der Mainzer Hofflohmärkte

Wer sich wundern sollte, warum es auf einmal so viele Hofflohmarkt-Termine gibt: Wir haben momentan zwei Anbieter in Mainz. Aus München ist das Rene Götz mit den Hofflohmärkten Mainz. Und aus Mainz der gemeinnützige Verein “Für Mainz e.V.” (Vorsitzender Ali Laboudi) mit den Mainzer Hofflohmärkten. Zwischen beiden gibt es nicht wenige Differenzen. Miteinander gesprochen wurde bisher noch nicht. 

Rene Götz bietet seine Hofflohmärkte mittlerweile in ganz Deutschland in über 20 Städten an – in München seit über 15 Jahren. Er hat sich über die Jahre ein Portal aufgebaut und wurde laut eigener Aussage „längere Zeit schon gefragt, etwas in Mainz zu machen“.
Die Mainzer Hofflohmärkte wiederum starteten im letzten Jahr und werden hier vor Ort lokal “produziert”. Viele Höfe in Alt- und Neustadt machten mit. Auch dieses Jahr im Mai geht es wieder los.

Im Moment aber sind beide Initiativen hauptsächlich sauer aufeinander. Man kabbelt sich mit Terminen und Preisen. Götz bietet eine freie Anmeldegebühr oder bis zu 5 Euro Spende. Der Verein dagegen nimmt pro Hof aktuell 6 Euro. Die Termine beider sind bunt durchmischt. Der Verein ist am 18. Mai in der  Neustadt, oder am 15. Juni in der Altstadt. Rene Götz ist am 11. Mai in der Neustadt oder am 8. Juni in der Altstadt. Auch diverse Termine in fast allen Mainzer Vororten doppeln sich. Es herrscht bereits hier und dort Verwechslungsgefahr, auch die Seiten und Logos sehen teilweise ähnlich aus. Manch einer blickt da nicht mehr durch.

Rene Götz: “Die hätten sich doch mal bei mir melden sollen. Dann hätten wir das uns vielleicht aufteilen können. Wir hätten meine Plattform gemeinsam nutzen können.” Außerdem sah er sich im letzten Jahr einem Shitstorm auf Facebook ausgesetzt, dass der Verein ihn dort negativ dargestellt habe: “Das war schon übel, so etwas zu erleben. Dabei liegt mir Stadtkultur extrem am Herzen.”

Der Mainzer Verein kontert: “Als wir Anfang 2018 nach langer Planung unser Projekt publizierten, konnten wir leider nicht wissen, dass einige Monate später ein Händler in Mainz auftritt, welcher in anderen Städten 10 bis 15 Euro pro Anmeldung erhebt und in Mainz plötzlich mit kostenfreier Teilnahme wirbt”, erklärt die Projektleitern Bea Hartwig. “Deshalb wäre es schön, wenn dieser Anbieter seine Kraft und Mittel einsetzen würde, Hofflohmärkte in anderen Städten anzubieten, wo es keine lokalen Initiativen oder Organisationen gibt, anstatt die Werbewelle einer lokalen Initiative auszunutzen und die lokale Veranstaltung zu schwächen.”

Wie auch immer. Es wird heiß gestritten. Gegenseitige Verständigung gab es bisher nicht. Zwei Anbieter von Hofflohmärkten sind also momentan am Markt und beide haben ihre Berechtigung. Die Zukunft wird zeigen, wer sich wo durchsetzt, oder nicht. Oder man setzt sich doch noch an einen Tisch und bekommt das Problem gemeinsam gelöst. Denn das Event ist doch an sich harmonisch und einfach nur schön.

Ein Kommentar “Kampf der Mainzer Hofflohmärkte

  1. Liebes Sensor-Magazin, vielen Dank für die Erklärung 😀 Wir freuen uns dieses Jahr riesig auf über 15 Viertel (u.a. Weisenau, Finthen, Drais, Hechtsheim, Oberstadt) und einen tollen Saisonstart in Gonsenheim am 4. Mai 2019 mit über 100 teilnehmenden Höfe. Die Pläne und die kostenfreie Anmeldemöglichkeit gibt es auf http://www.hofflohmaerkte-mainz.de. Allen Besuchern, Nachbarn und Schnäppchenjägern wünschen wir natürlich – egal wo – ganz viel Spaß. Viele Infos und Tipps gibt es übrigens auch auf http://www.hofflohmaerkte.de 😉

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