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Jerusalem String Quartet am 22. April in der Neuen Synagoge

Das „Jerusalem String Quartet“ genießt den Ruf als eines der besten Streichquartette der Welt. Alle vier Musiker sind auch für sich Weltklasse – vom Bratschisten Ori Kam, dem Bruder der Klarinettistin Sharon Kam, bis hin zum ersten Geiger Alexander Pavlovsky. Die Villa Musica präsentiert das Quartett nun im Sonntagskonzert in der Synagoge. Weil ihre Familien aus Russland nach Israel eingewandert sind, bringen sie auch die große slawische Streichertradition mit nach Mainz. Dies zeigen sie in einem mitreißenden tschechischen Programm. Das erste Streichquartett von Leoš Janáček erzählt die dramatische Ehegeschichte aus Lew Tolstois Erzählung „Kreutzersonate“ in Tönen nach. Das letzte Streichquartett von Antonín Dvořák muss sich vor dem viel berühmteren „Amerikanischen Quartett“ nicht verstecken. Kenner halten das Opus 106 für das weitaus dramatischere Werk. In der Mitte des Programms erinnern die Musiker aus Jerusalem an ein Opfer der Nazi-Verfolgung, den jüdischen Komponisten Erwin Schulhoff aus Prag. Er musste im KZ sterben nicht nur, weil er Jude war, sondern auch weil er an die Ideale des Kommunismus glaubte.

Beginn: 17 Uhr. Tickets kosten 25 €, 50 % für Studenten und Schwerbehinderte, 6 € für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre.

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