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IHK-Blitzumfrage: 87 Prozent der Firmen in Rheinhessen spüren Krise

In Rheinhessen spürt der weit überwiegende Teil der Unternehmen wirtschaftliche Nachteile durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Nach den Ergebnissen einer bundesweiten Blitzumfrage der deutschen Industrie- und Handelskammern spricht die IHK für Rheinhessen davon, dass 87 Prozent der Firmen negative Auswirkungen der Krise auf ihr Geschäft hinnehmen müssen. IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz: „Angesichts der hohen Zahl angeordneter Geschäftsschließungen setzen gerade kleine und mittlere Unternehmen bisweilen schon verzweifelt auf sofortige Hilfe der Politik.“
Nach Auswertung der Blitzumfrage rechnet in Rheinhessen ein Drittel (33,3 Prozent) der Befragten mit einem Umsatzrückgang zwischen 10 und 25 Prozent, ein Viertel (24,1 Prozent) befürchtet sogar einen Rückgang um 25 bis 50 Prozent. Einen Umsatzabsturz um mehr als 50 Prozent sieht ein Zehntel (9,3 Prozent) auf sich zukommen. Aktuell rechnet 55 Prozent der Unternehmen damit, ihre Belegschaften zu halten, 39 Prozent befürchten einen Personalabbau, sechs Prozent wollen Mitarbeiter einstellen.

An konkreten Auswirkungen der Krise spüren die Unternehmerinnen und Unternehmer vor allem die aussetzende Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen (61 Prozent), die Stornierung von Aufträgen (43 Prozent) sowie Liquiditätsengpässe (33 Prozent). Von der Politik erwarten 62 Prozent Soforthilfe in Form von Zuschüssen und 42 Prozent die Senkung von Unternehmenssteuern. Auf Überbrückungskredite der KfW oder anderer Förderbanken setzen 18 Prozent ihre Hoffnungen.

Voraussichtlich ab Montag werden in Rheinland-Pfalz die Antragsformulare für die Corona-Hilfspakete des Bundes und des Landes vorliegen. Doch bereits jetzt herrscht Nachfrage in den Unternehmen. Wo sind die Formulare zu beziehen? Mit welchen Zuwendungen ist zu rechnen? Ab wann stehen Gelder konkret zur Verfügung? Diese und andere Fragen beantworten die IHK-Berater zusätzlich zu den üblichen Servicezeiten auch über das bevorstehende Wochenende am Telefon. Die IHK für Rheinhessen ist am Samstag, 28. März. und Sonntag, 29. März 2020, jeweils 10 – 15 Uhr, erreichbar unter der Hotline 06131 262-1000.
Für spezielle Fragen zu den Bereichen
·   Förderprogramm des Bundes und Landes Rheinland-Pfalz 06131 262-1703
·   Kurzarbeitergeld 06241 9117-46
·   Steuerstundung, Herabsetzung von Vorauszahlungen 06721 9141-14
·   Arbeitsrechtliche Hinweise 06241 9117-46

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