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Gutenberg-Museum: Ausstellung „Hoher Besuch in Rheinland Pfalz“ ab 30. November

In den 75 Jahren seines Bestehens hat das Land Rheinland-Pfalz zahlreiche nationale und internationale Persönlichkeiten als Gäste begrüßen dürfen, die sich auch in das Goldene Buch der Stadt eingetragen haben. Viele der prominenten Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft haben dabei auch die Gelegenheit wahrgenommen, das Gutenberg-Museum zu besuchen, das als eines der ältesten Buch- und Druckmuseen der Welt am Geburtsort von Johannes Gutenberg einen besonderen Stellenwert genießt. Neben der berühmten Gutenberg-Bibel konnten sie anhand zahlreicher Objekte aus den Bereichen Buchdruck, Geschichte der Schrift, Druckkunst und Medienentwicklung verschiedener Kulturen – von Europa über Asien bis hin zum islamischen Raum – einen Einblick in die umfassende und einmalige Sammlung des Gutenberg-Museums erlangen.„Hotspot Gutenberg-Museum – Hoher Besuch in Rheinland-Pfalz“ wird am 29. November um 18 Uhr im Vortragssaal des Gutenberg-Museums eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 4. Juni 2023 zu sehen.

Geduldig auf dickem Papier, mit einem Tintenfüller geschrieben, ruhen die Unterschriften berühmter Gäste, die das Gutenberg-Museum seit Jahrzehnten in seinen Hallen empfangen durfte. Nun werden sie in der neuen Sonderausstellung „Hotspot Gutenberg-Museum Hoher Besuch in Rheinland-Pfalz“ anlässlich des 75-jährigen Landesjubiläums neu zum Leben erweckt.

In den 75 Jahren seines Bestehens hat das Land Rheinland-Pfalz zahlreiche nationale und internationale Persönlichkeiten als Gäste begrüßen dürfen, die sich auch in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Mainz eingetragen haben. Viele der prominenten Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft haben zudem die Gelegenheit wahrgenommen, das Weltmuseum der Druckkunst zu besuchen und ihr Kommen mit einer Unterschrift ins Gästebuch des Gutenberg-Museums zu dokumentieren. Als eines der ältesten Buch- und Druckmuseen der Welt, am Geburtsort und an der Wirkungsstätte von Johannes Gutenberg, ist das Gutenberg-Museum seit Einzug in sein Museumsgebäude, dem „Schellbau“ im Jahre 1962, einer der wichtigsten kulturellen Treffpunkte, gar ein kollektiver „Hotspot“ der Landeshauptstadt für Personen des öffentlichen Lebens.

Zu den berühmtesten Gästen zählten unter anderem die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ehemalige und letzte Staatspräsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow oder der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George W. Bush. Aus der Wirtschaft ist der damalige Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet zu nennen, aus den Bereichen Literatur und Kunst zum Beispiel der Schriftsteller Umberto Eco oder Valentina „Vava“ Chagall, Ehefrau des Künstlers Marc Chagall. Auch prominente Persönlichkeiten aus der Film-und Medienbranche, wie die renommierte Schauspielerin Hannelore Elsner, gaben sich die Ehre.

Ein besonders herausragendes Ereignis in der Geschichte des Gutenberg-Museums war der Besuch von Queen Elizabeth II. und ihrem Gemahl Prinz Philip am 23. Mai 1978. Die Freude der Mainzer Bevölkerung über den Besuch wurde durch die symbolische Übergabe einer gerade erst erworbenen Gutenberg-Bibel, dem zweibändigen Shuckburgh-Exemplar, gemeinsam mit Oberbürgermeister Jakob „Jockel“ Fuchs an die Öffentlichkeit gekrönt. Seitdem ist die Bibel als ein Höhepunkt der Druckkunst im Tresor des Gutenberg-Museums öffentlich zu bewundern.

Dieser Besuch gilt als ein besonderer Moment, an den sich die Mainzer sowie die ganze Welt erinnert. Er soll im Rahmen der Ausstellung – zusammen mit vielen weiteren Persönlichkeiten und einzigartigen Begebenheiten – herausgestellt und weitererzählt werden. Anhand von historischem Pressematerial, Fotos und Bildern zeigt „Hotspot Gutenberg-Museum“ das bewegende Leben der berühmten Unterzeichnenden.

„Diese Ausstellung ist ein wichtiger Beitrag für das Mainzer Lebensgefühl in Rheinland-Pfalz. Das Gutenberg-Museum ist und bleibt ein bedeutender Ort für die Mainzer Stadtgesellschaft und auch für prominente Gäste stehen und standen die Türen immer offen. Genau das macht erst den Charme unseres Hauses aus: Jeder Gast, ob berühmt oder nicht bekannt, begibt sich auf eine einzigartige Zeitreise durch die Gutenberg-Galaxis und erlebt den Ursprung unserer publizistischen Identität“, erklärt Museumsdirektor Dr. Ulf Sölter.

Diese Zeitreise wird unter anderem auf einem Touch-Medientisch erzählt. Das Gästebuch wird dort virtuell präsentiert; Besucher sind aufgefordert, einzelne Beiträge  durchzublättern und erhalten diverse Begleitinformationen. „Das Gästebuch ist zentrales Ausstellungsobjekt, das verschiedene Begebenheiten und Informationen der Gäste in Zusammenhang mit ihrem Besuch in Mainz und dem Gutenberg-Museum narrativ offeriert. Dieser Einblick ist einzigartig, denn die Seiten des Gästebuchs blieben bisher für die breite Öffentlichkeit verschlossen. Wir bringen nun diese Seiten zum Vorschein und erzählen sie weiter“, betont Dr. Anett Göthe, Kuratorin der Ausstellung.

Weitere Highlights der Schau: Ein exklusives Interview mit der ersten Mainzer Weinkönigin, Elke Heil, geborene Fatho, und ein Fernsehbeitrag über Queen Elisabeth II. und Jockel Fuchs sind auf Bildschirmen in der Ausstellung zu sehen.

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