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„Hei, Hej Filme aus dem Norden 2“ vom 4. bis 30. Oktober im Cine Mayence

Im Oktober veranstaltet das Cine Mayence den zweiten Teil des Programms zum Kultursommer-Motto Kompass Europa Nordlichter. In der Filmreihe „Hei, Hej! Filme aus dem Norden 2“ laufen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus den nordischen Ländern und dem Baltikum. Alle Filme werden als Originalfassung mit Untertiteln gezeigt, um die Kultur dieser Länder möglichst authentisch zu vermitteln.
Das Programm macht Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede der Region sichtbar. Landschaften und Menschen werden näher gebracht. Zu den Gemeinsamkeiten gehören zum Beispiel die Gelassenheit und die Ruhe, mit denen viele Geschichten erzählt werden. Die Natur und Landschaften, die oft eindrucksvoll fotografiert wie Protagonisten mitwirken. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal die Kultur und Lebensweise im Norden.

„Das Arvo Pärt Gefühl“ von Paul Hegeman ist ein Porträt des berühmtesten Komponisten Estlands. „Aalto“ von Virpi Suutari stellt Leben und Werk des kreativen finnischen Ehepaares Alvar und Aino Aalto vor.

Aus dem Archiv des Schwedischen Filminstituts kommen Klassiker berühmter Regisseure. Natürlich ist Ingmar Bergman ein Muss. Von ihm läuft die neu digitalisierte Version von „Wilde Erdbeeren“. Der Mainzer Filmwissenschaftler Dr. Bernd Kiefer spricht eine Einführung zu diesem wichtigen Film von Bergman, mit dem zwei bedeutende schwedische Schauspielerinnen, Ingrid Thulin und Bibi Andersson, international bekannt wurden. Der zweite Film ist der Krimiklassiker „Der Mann auf dem Dach“ von Bo Widerberg, der als Vertreter der Neuen Welle dem übergroßen Vorbild Bergman den sozialkritischen Film entgegen setzt. Zugleich ist es auch der erste Spielfilm mit dem Protagonisten Kommissar Beck, den die Drehbuchautoren Sjöwall und Wahlöö erfunden haben.

Aus Norwegen kommt „Gunda“, in dem das gleichnamige Hausschwein die Hauptrolle spielt. In dem auf brillantem Schwarzweiß-Film gedrehten Dokumentarfilm von Victor Kossakovsky kommen Menschen nur am Rande vor. Im Mittelpunkt stehen die tierischen Bewohner eines kleinen Bauernhofs. Er zeigt die Geschöpfe auf Augenhöhe mit eigener Wahrnehmung, eigenem Empfinden und eigenen Gewohnheiten.

Ein besonderes Highlight ist ein Kurzfilmprogramm mit Filmen aus Litauen. In sieben Filmen gibt es dank einer Kooperation mit der Lithuanian Short Film Agency, Gelegenheit etwas über die Geschichte, das Leben und die Landschaften dort zu erfahren.

Zum Programm gehören auch zwei Komödien. Den Anfang macht die norwegische Koproduktion „The Sunlit Night“ des ersten internationalen Films des deutschen Regisseurs David Wnendt. Eine New Yorker Künstlerin sucht auf der abgelegenen, landschaftlich imposanten Inselgruppe Lofoten ein neues Zuhause.

Beschlossen wird die Filmreihe von dem dänischen Kinoerfolg „Happy Ending“ von Hella Joof über einen Rentner, der eine neue Karriere als Weinimporteur beginnen möchte.

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