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Georg Krausch erneut als Präsident der Johannes Gutenberg-Uni bestätigt

Der Senat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat in seiner heutigen Sitzung Prof. Dr. Georg Krausch in seinem Amt als Präsident der JGU bestätigt. Mit 32 abgegebenen gültigen Stimmen wurde der amtierende Präsident einstimmig bei einer Enthaltung für eine vierte Amtszeit vom 1. April 2025 bis 31. März 2031 an die Spitze der Uni gewählt.

Der Senat ist damit dem vorausgegangenen einstimmigen Votum des Hochschulrats für den 62-jährigen Physiker gefolgt, nachdem auch der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch dem Wahlvorschlag zugestimmt hatte.

„Die Wiederwahl für eine vierte Amtszeit ist ein ganz besonderer Vertrauensbeweis. Dies bestätigt, wie sehr das engagierte Wirken von Professor Georg Krausch in den vergangenen Jahren an der JGU geschätzt wird“, erklärt Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender des Hochschulrats. Darüber hinaus werde Professor Krausch bundesweit als herausragende Persönlichkeit im deutschen Wissenschaftssystem wahrgenommen, u.a. in seinen Ämtern als langjähriger Vorstandvorsitzender der „German U15“, der Interessenvertretung der forschungsstarken Volluniversitäten, oder aktuell als Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). „Wir sind daher überzeugt, dass Professor Krausch mit seinen klaren Zielen und seinem Weitblick die erfolgreiche Entwicklung der Mainzer Universität weiter fortführen wird, nicht zuletzt auch im Verbund der Rhein-Main-Universitäten (RMU), und gratulieren sehr herzlich zur Wiederwahl“, so Professor Barner.

Auch Wissenschaftsminister Clemens Hoch gratuliert Herrn Prof. Dr. Georg Krausch zu seiner vierten Amtszeit: „Mit Herrn Krausch hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz einen herausragenden Wissenschaftsmanager, der die Universität seit vielen Jahren erfolgreich leitet und in der deutschen Wissenschaftslandschaft hervorragend vernetzt ist. Ich habe Herrn Krausch als einen verlässlichen Partner schätzen gelernt, der sich konstruktiv und mit Weitblick für die JGU, aber auch für die gesamte Wissenschaft engagiert und sich nicht von der Verantwortung und den wachsenden Aufgaben abschrecken lässt.“

Prof. Dr. Georg Krausch ist seit 1. April 2007 Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In der zurückliegenden Amtszeit musste sich der Präsident äußeren Herausforderungen stellen, denen die Universität mit ihrem Krisenmanagement erfolgreich begegnete, zum Beispiel mit einer umfassenden Digitalisierung während der COVID-19-Pandemie oder mit ihrem Energiemanagement angesichts des Russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und damit einhergehend der Energiekrise.  Die universitäre Entwicklung unter seiner Präsidentschaft war geprägt von einer Fokussierung auf exzellente Profilschwerpunkte in der Forschung, die Umsetzung des Zukunftsvertrags „Studium und Lehre stärken“, die einvernehmliche Verabschiedung einer neuen Grundordnung, die Professionalisierung der gesamtinstitutionellen Steuerung und die Weiterentwicklung der strategischen Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU).

Meilensteine in der letzten Amtszeit waren die Vorbereitung des bundesweiten Wettbewerbs „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“, die bauliche Weiterentwicklung des Hochschulstandorts u.a. durch Neubauten wie das BioZentrum I und II oder die Etablierung und Kooperation in der europäischen Hochschulallianz FORTHEM. Dass sich die Forschungsleistung der JGU in den vergangenen fünf Jahren weiter stetig verbessert hat, zeigt sich unter anderem durch die gestiegene Drittmitteleinwerbung von rund 137 Millionen im Jahr 2017 auf rund 168 Millionen im Jahr 2022. Die Etablierung von Infrastrukturen für digitale und hybride Lehre (z.B. IT, Lehrräume) und die Überarbeitung von mehr als 70 Studiengängen bestätigen das strategische Vorgehen zur Qualitätsverbesserung von Lehre und Lernbedingungen, der sich die JGU bereits in ihrem Leitbild verschrieben hat und was als gesamtuniversitäre Aufgabe verstanden und gelebt wird.

Schwerpunkte in der vierten Amtszeit

Zu den strategischen Schwerpunkten in der vierten Amtszeit gehören eine signifikante Verbesserung der baulichen Situation auf dem Campus, vor allem hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Gebäude und damit einhergehend die Steigerung der Attraktivität des Campus durch moderne Lehrräume, Entsiegelung und Begrünung. Auch die Weiterentwicklung einer modernen Hochschullehre (z.B. neue Formen des gemeinsamen Lernens, Methodenvielfalt, Beteiligungsformate) soll einer der Schwerpunkte werden, wobei Lebenslanges Lernen mittelfristig zu einem integralen Bestandteil des Lehrangebots werden soll. Darüber hinaus werden tradierte Strukturen und Prozesse modifiziert, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen erfolgreich zu fördern. Auch die weitere Positionierung der Wissenschaftsregion Rhein-Main als zukunftsorientierter und international wettbewerbsfähiger Wissenschaftsstandort in der strategischen Allianz der RMU zählt zu den künftigen Arbeitsschwerpunkten.

Prof. Dr. Georg Krausch, 1961 geboren, studierte Physik an der Universität Konstanz. Nach Promotion und Habilitation war er von 1996 bis 1998 Professor für Physikalische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Jahr 1998 übernahm er einen Lehrstuhl für Physikalische Chemie an der Universität Bayreuth. Krausch publizierte über 160 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die über 10.000 Mal zitiert wurden. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen wurde er im Jahr 2009 zum Fellow der American Physical Society (APS) ernannt. Seit 2013 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Im Jahr 2014 wurde er mit der Leibniz-Medaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz ausgezeichnet, im März 2020 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ernannt. 2021/2022 war er Koordinator des Landes Rheinland-Pfalz für Biotechnologie, von 2020 bis 2023 Vorsitzender des Universitätsverbands German U15, dessen stellvertretenden Vorsitz er seit 2014 innehatte. Im November 2023 wurde Professor Krausch zum HRK-Vizepräsident mit dem Schwerpunkt „Forschung, wissenschaftliche Karrierewege“ gewählt.

Wahl des Präsidenten

Wählbar war gemäß § 80 Abs. 7 Hochschulgesetz, nachdem sich Hochschulrat und Senat gemäß § 18 Abs. 3 Grundordnung einvernehmlich für eine weitere Amtszeit des amtierenden Präsidenten ausgesprochen und somit auf eine Ausschreibung verzichtet sowie das Einvernehmen des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit eingeholt haben, Universitätsprofessor Dr. Georg Krausch.

Foto: jgu / Jana Kay

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