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Gelbe Säcke bis 2023 / Stadt verliert Entsorgungs-Auftrag

Die von der Stadt aus Gründen des Umweltschutzes und zur Verbesserung des Stadtbildes beabsichtigte Umstellung von Gelben Säcken auf die Gelbe Tonne zur Sammlung von Verpackungsmaterialien kann zum 1. Januar 2021 nicht erfolgen. Hintergrund ist – wir berichteten – eine Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Koblenz, die den mit der Umstellung auf die Gelbe Tonne zugleich beantragten „Vollservice“ für unzulässig erklärte. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Mainz lediglich den Vollservice abgelehnt und einer Umstellung auf die Gelbe Tonne zugestimmt. Die Stadt möchte nun das Hauptsacheverfahren abwarten. Das bedeutet auch, dass die Gelbe Sack-Sammlung ab dem 1. Januar 2021 – für zunächst zwei Jahre – wie bislang beibehalten wird.

Wer künftig wiederum die Gelbe Sack-Sammlung als beauftragtes Unternehmen durchführt, ist über ein von den Dualen Systemen gesteuertes Vergabeverfahren geregelt und rein privatwirtschaftlich organisiert. Für die Jahre 2021-2023 erhielt das Unternehmen Knettenbrech+Gurdulic (Wiesbaden) den Zuschlag für den Sammelauftrag durch die Dualen Systeme. Es löst damit ab dem kommenden Jahr den Entsorgungsbetrieb der Stadt bei der Sammlung für Leichtverpackungen in Mainz ab und ist damit für alle Belange rund um den Gelben Sack zuständig.

Das Leerungsintervall von 14 Tagen bleibt weiterhin bestehen. Weitere Informationen werden auf der Homepage des Entsorgungsbetriebes der Stadt Mainz veröffentlicht. Den Auftragsverlust des Entsorgungsbetriebes bei der aktuellen Vergabe hätte die Stadt Mainz gern verhindert, doch bei der bundesweiten Ausschreibung der Dualen Systeme hatte das Unternehmen Knettenbrech+Gurdulic ein günstigeres Angebot abgegeben – und erhielt den Zuschlag.

Umweltdezernentin Katrin Eder: „Die stets tarifgerechte Bezahlung der Mitarbeiter der Stadt sowie ein lärm- und schadstoffarmer, passgenau auf die gesamte Müllentsorgung wie auch zur Abholung der Gelben Säcke ausgerichteter Fuhrpark haben ihren Preis. Die personalintensive Sammlung auf Basis von Tariflöhnen kalkuliert ein privater Mitbewerber eben nicht ein – und kann daher günstiger bieten. Wir hätten die Entsorgung für die Dualen Systeme gern weiterhin bei uns gesehen.“

Auf der gleichen Grundlage wurde von den Dualen Systemen der Sammelauftrag der Glasentsorgung  für den Zeitraum 2021-2024 ebenfalls erneut an einen Privatbieter vergeben. Ob der Auftrag bei der aktuell in Mainz zuständigen Firma RMG verbleibt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Foto: A. Coerper

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