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Covid: Krankenhäuser sind gut gerüstet

„Die Krankenhäuser sind […] insgesamt gut vorbereitet und ein Großteil der medizinischen Mitarbeiter ist bereits zweifach geimpft – dennoch gilt es dringend, die Infektionsdynamik erheblich zu verlangsamen, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute bei einer Pressekonferenz mit Experten aus dem Krankenhauswesen. Wie die Ministerin betonte, sind in Rheinland-Pfalz die Krankenhäuser trotz der großen Herausforderungen gut gerüstet. Aktuell stehen mehr als 1.600 Intensivbetten zur Verfügung. Zudem könnten innerhalb von 7 Tagen zusätzliche 433 Intensivbetten in den Notbetrieb genommen werden. Die Krankenhäuser in Mainz halten etwa ein Drittel ihrer Betten frei.

Dr. Anselm Gitt, Studienleiter des COVID-19-Registers Rheinland-Pfalz stellte Ergebnisse des Registers sowie eine Prognose für die weitere Entwicklung der Infektionen und stationären Fällen in Rheinland-Pfalz vor. Die aktuellen Belegungszahlen im stationären Bereich entsprechen dem Maximum der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr 2020. Dazu sind neue Unberechenbarkeiten aufgrund der Virusmutationen aufgetreten: Auch in Rheinland-Pfalz hat sich mittlerweile die britische Virusmutante durchgesetzt, die sich schnell verbreitet und auch jüngere Personen mit schweren Krankheitsverläufen betrifft.

Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, medizinischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Unimedizin Mainz, stellte die Zusammenarbeit der Krankenhäuser im rheinland-pfälzischen Netzwerk vor: „Innerhalb der regionalen Netzwerke der fünf Versorgungsgebiete in Rheinland-Pfalz arbeiten die Krankenhäuser sehr eng und sehr gut zusammen. Über die koordinierenden Krankenhäuser der einzelnen Versorgungsregionen erfolgt landesweit eine regelmäßige Abstimmung. Damit sind wir in der Lage, regionale Engpässe auszugleichen und fachliche Fragen und Antworten schnell im Netzwerk weiterzugeben.“ Über die Landesgrenzen hinaus gebe es zudem eine Abstimmung mit den Nachbarländern, letztlich auch auf europäischer Ebene. „Die bisherigen Erfahrungen in Rheinland-Pfalz zeigen, dass es auch gut gelingt, die Belastungen für die Krankenhäuser innerhalb der Netzwerke zu verteilen. In Rheinland-Pfalz tragen Krankenhäuser aller Versorgungsstufen bestmöglich zur Versorgung von SARS-CoV-2-Patienten bei“, betonte Professor Dr. Pfeiffer.

Zur Präsentation der Ergebnisse des COVID-19 Register Rheinland-Pfalz: https://s.rlp.de/bNuqi

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