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Corona führt auch zu mehr Hausmüll

Corona hat so einiges bewirkt – unter anderem sind auch die Abfallmengen der Haushalte gestiegen – um etwa 10 Prozent. Besonders stark deutlich ist das bei den Bioabfällen und in ländlichen Gebieten bei Gartenabfällen. „Es liegt nahe, dass hier ein Zusammenhang besteht“, sagt die neue Klimaschutzstaatssekretärin Katrin Eder. „Die Bürger waren häufiger zu Hause und haben mehr selbst gekocht oder Speisen aus der Gastronomie zu Hause verzehrt. Zudem wurde im ländlichen Bereich mehr im Garten gearbeitet.“
Noch deutlicher wird dieser Zusammenhang bei den Restabfällen. Hier stieg die Sammelmenge gegenüber 2019 um rund 8.000 Tonnen auf 596.094 Tonnen. „Das ist deshalb so bemerkenswert, weil die Restabfallmengen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken waren“, sagte Sabine Riewenherm, Präsidentin des Landesamtes für Umwelt. Auch die Entwicklung beim Altglas war außergewöhnlich: Blieb die Sammelmenge in den Jahren 2016 bis 2019 weitgehend konstant, so war 2020 ein Plus von knapp 8.000 Tonnen auf 118.106 Tonnen zu verzeichnen. Bei Papier, Pappe und Karton (PPK) setzte sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Dass gleichzeitig wegen stärkerer Nutzung des Versandhandels der Anteil leichter Kartons gestiegen sein könnte, lässt sich zwar vermuten, ist aber aus den Daten nicht ablesbar. (Foto: A. Coerper)

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