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Chefmaskenbildner des Staatstheaters mit Goldener Maske ausgezeichnet

Während die große Freude über die Einladung von Traurige Zauberer zum Theatertreffen noch anhält, gibt es die nächste Auszeichnung für einen Künstler des Staatstheaters zu feiern: Chefmaskenbildner Guido Paefgen erhält im Rahmen der make-up artist design show Düsseldorf die Goldene Maske.
Wer sich ein Bild der Kunstfertigkeit von Guido Paefgen machen möchte, kann dies aktuell besonders gut in der Gluck-Oper Armide (Foto) tun (zum nächsten Mal am 17.3., 6. und 8.4.).

Guido Paefgen prägt den Beruf des Maskenbildners mit voller Leidenschaft. Direkt nach dem Schulabschluss hat er seine ersten Erfahrungen als Schauspieler im Amateurtheater gemacht und 1991 ein eigenes Amateurtheater in Bad Marienburg im Westerwald gegründet. Er absolvierte die neugegründete Maskenbildnerschule Rheinland-Pfalz in Mainz, wo er 1995 die Prüfung zum Maskenbildner ablegte und an der er im Alter von nur 26 Jahren Dozent wurde. Im Jahr 2000 ernannte man ihn zum stellvertretender Chefmaskenbildner am Stadttheater Koblenz und 2004 zum Chefmaskenbildner am Staatstheater in Mainz, wo er noch heute mit vollem Engagement die Spielzeiten prägt. Die bisher schönste Produktion, bei der er mitwirkte, war die Oper „Perelà – uomo di fumo“ von Pascal Dusapin, die im Januar 2015 in Mainz aufgeführt wurde. Die Maske und die Kostüme dieser Oper waren einzigartig kreativ und mit theatralischen Elementen untermalt. Bei zahlreichen freien Film- und Fernsehprojekten hat er auch mitgewirkt, so zum Beispiel im „Tatort“, bei „Germany’s Next Topmodel“, bei dem deutsch-israelischen Film „Playoff“ und dem Drama „Ein ruhiges Leben“. Auch dem Amateurtheater bleibt er als Maskenbildner, Schauspieler und Regisseur weiterhin treu. Sein Fachwissen gibt er in Workshops weiter, die ihn auch schon mal nach Tokio, Dubai und in den Oman führen. (Fotos: Andreas Etter)

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