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Caveau-Aus? Uni-Präsi trifft Clubinhaber

Wie gestern berichtet, hat das Caveau von der Uni eine Kündigung des Pachtvertrags bis Ende August erhalten. Das habe die Universität dem Caveau-Inhaber Wieland Wittmeier kürzlich per Post mitgeteilt, wie er auf den Social Media Kanälen des Clubs weitergibt. Viele Mainzer solidarisieren sich, die Grünen hoffen auf „lösungsorientierte“ Gespräche … und zu diesen kommt es auch nun.

Das Kündigungsschreiben der Uni kam für Wittmeier aus dem Nichts. Erst kürzlich investierte er mehrere Tausend Euro in neue Möbel, eine DJ-Anlage, Künstler-Graffiti und Lichttechnik. Auch neues Personal stellte er ein: „Zum Februar hat eine neue Tresenchefin angefangen, die einen Job in Köln abgelehnt hat, weil sie hier die Caveau-Familie so schön fand“, sagt Wittmeier in der AZ. Die Universität selbst habe auch diverse Arbeiten in dem Gebäude durchgeführt: So sei zuletzt das Dach erneuert, eine neue Lüftung sowie Brandmeldeanlage eingebaut worden – alles, um das Caveau auf den neusten Stand der Brandschutzvorgaben zu bringen.

Und auch das Geschäft lief gut. Seitdem der Club in der Schillerstraße nach Corona wieder öffnete, habe es immer mehr Leute dorthin verschlagen, so der Inhaber. Das zeigt sich auch darin, dass das Caveau vor kurzem im AZ-Leservoting zum besten Club der Stadt Mainz gekürt wurde.

Also: Wieso soll der Pachtvertrag, der bereits seit 24 Jahren anhält, so plötzlich gekündigt werden? „Das frage ich mich auch“, sagt der Inhaber. Denn in dem Schreiben nennt die Universität laut Wittmeier keinen Grund für die Kündigung.

Die Pressestelle der Uni verlautbart nun, dass es zwischenzeitlich ein Telefonat zwischen Wittmeier und dem Präsidenten der Gutenberg-Uni stattgefunden hat, in dem ein zeitnahes Treffen vereinbart wurde. Wir bleiben dran.

(Eine am Sonntag gestartete Online-Petition für den Erhalt des Caveau hat bereits über 4.000 Unterschriften.)

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