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Bieterverfahren für den Verkauf des Eltzer Hofs startet verspätet – 50Grad & Co. betroffen

eltzerhof

Artikel aus der Allgemeinen Zeitung von Monika Nellessen

Um rund ein Jahr verzögert, hat das Finanzministerium jetzt das Bieterverfahren für den Eltzer Hof gestartet. Bis 8. März 2017 können Investoren ihre Gebote für das 1.944 qm große Areal Ecke Bauhofstraße / Mittlere Bleiche abgeben. Der Höchstbietende soll dann die Weiterentwicklung der seit über elf Jahre leer stehenden Immobilie in ein Wohn- und Büroquartier in die Hand nehmen, in dem im kompletten Erdgeschoss auch Restaurant und Bar mit Veranstaltungsräumen, zum Beispiel für Kultur, vorgesehen sind.

Baurechtliche Voraussetzungen hat eine Machbarkeitsstudie geschaffen, die 1.870 qm für hochwertige Wohnungen, zum Teil mit Dachterrassen und Loggien, sowie 1.284 qm für Gewerbe vorsieht, dazu einen „Kulturpavillon“ mit E-Bike-Station im Innenhof und eine Tiefgarage mit 26 Plätzen im Souterrain. Derzeit ist hier noch die Diskothek „50 Grad“ untergebracht.

Bedeutendster Einschnitt: Die traditionsreiche Veranstaltungshalle wird abgerissen. In der einstigen „Liedertafel“ hatten über viele Jahre Konzerte, aber auch Veranstaltungen wie Parteitage stattgefunden. Typisch für die Wirtschaftswunder-Jahre, war die Halle 1965 mitten ins Areal des 1742 erbauten Eltzer Hofs hineingesetzt worden. Das barocke Stadtpalais war bei einem Bombenangriff im August 1942 fast vollständig zerstört worden.

Fassade unter Denkmalsschutz

Nur ein Teil der Fassade blieb erhalten und steht heute unter Denkmalschutz. Die Machbarkeitsstudie macht genaue Vorgaben für barrierefreie Wohnungen, die Berufspendler ebenso ansprechen sollen wie „Patchwork-Konstellationen, Familien und WGs“. Der öffentlich zugängliche Innenhof soll mit Rücksicht auf die Bewohner keine Lärmquelle werden. „In den Abendstunden schließt der Kulturpavillon, ebenso ziehen sich die Gastronomiebetriebe in die Innenräume zurück“, heißt es in der Ausschreibung.