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Ausstellung: “Emy Roeder – Das Kosmische allen Seins” ab 14. April im Landesmuseum

Sie gilt als eine der profiliertesten Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts und war eng mit der Stadt Mainz verbunden: Emy Roeder. In der Sonderausstellung „Emy Roeder. Das Kosmische allen Seins” präsentiert das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ab 14. April Skulpturen und Zeichnungen der Künstlerin.

Roeder schuf überwiegend kleine Tierskulpturen und umrissbetonte Zeichnungen von Porträts, weiblichen Akten sowie Gewandfiguren. Ihre Kunst zeichnet sich vor allem durch eine figürliche Bildsprache aus, die sie anhand nur weniger Themen in bemerkenswerter Konsequenz entwickelte. Dabei versuchte sie stets das Wesentliche des menschlichen und kreatürlichen Daseins in ihren Werken wiederzugeben – innere Ruhe und Kraft, Zartheit, Liebe und Schutz, aber auch die tiefe Einsamkeit jedes Lebewesens. „Emy Roeders Werke strahlen eine selbstverständliche, ruhige Präsenz aus, die den Betrachter sofort in den Bann zieht. Damit nimmt ihre Kunst eine besondere Stellung in der deutschen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts ein“, so Dr. Karoline Feulner, Kuratorin der Ausstellung.

Neben den Skulpturen legt die Sonderschau ein besonderes Gewicht auf die Zeichnungen Emy Roeders, welche die Künstlerin nicht nur zur Annäherung an das in der Plastik umzusetzende Motiv nutzte, sondern als eigenständige Kunstwerke auffasste. Die Ausstellung stellt gleiche Motive in Plastik und Grafik gegenüber und verdeutlicht so eindrucksvoll Roeders akribische Analyse des Verhältnisses von plastischem Volumen, Fläche und Linie. Gleichzeitig wird so ihre stilistische Entwicklung hin zu einer immer stärker grafisch geprägten Skulptur nachvollziehbar, an deren Ende Figuren stehen, die wie Linien in den Raum gezeichnet scheinen.

Die Sonderausstellung „Emy Roeder. Das Kosmische allen Seins“ ist vom 14. April bis 4. August im Landesmuseum zu sehen. Sie umfasst etwa 70 Skulpturen und ebenso viele Zeichnungen.

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