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Ausstellung „Digitalis“ ab 5. September in der Mainzer Kunst Galerie

Der in Mainz lebende Künstler Siegfried Felder zeigt erstmalig seine neuesten Arbeiten zur zeitgemäßen Weiterentwicklung konventioneller Graphik und Malerei im Kontext von Digitalisierungsprozessen. Hierzu hat er beispielsweise Gemälde in Streifen zersägt, um dann die einzelnen Segmente gegeneinander zu verschieben und so neue Wahrnehmungsebenen aus bekanntem Material zu generieren. So macht er unmittelbar spürbar, wie Digitalisierungsvorgänge sich in das Leben hineinschleichen und die Wahrnehmung verändern. Diese Art der haptischen Manipulation und der Weg dorthin sind der künstlerische Kern seiner Schau, der gleichzeitig das Potential, die Bedrohung und das Vergnügen im Kontext von Digitalisierung sichtbar macht.

Digitalis, in normalen Dosen verwendet, kann Herzen heilen. In Überdosierung wird es zum tödlichen Gift. „Digitalisierung bedeutet eine Reduktion der komplexen Wirklichkeit in ein bodenloses und bodenlos logisches System aus 0 und 1“, sagt Siegfried Felder. So fallen seine Werke sprichwörtlich aus dem üblichen, rechteckigen Format. Sie zitieren dabei auch manchmal augenzwinkernd Elemente der Op-Art.

Vernissage: Samstag, 5. September 2020, 11 Uhr und 12.30 Uhr
Grusswort: Kulturdezernentin Marianne Grosse
Einführungsdialog: Uwe Klimpel & Siegfried Felder
Musikalischer Beitrag: Duo Wadle/Jünge
Öffnungszeiten: samstags 11 – 13.30 Uhr und nach Vereinbarung
Finissage: 31. Oktober 2020, 11 Uhr

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