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Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit steigen weiter an

Infolge der Corona-Krise ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz im April saisonuntypisch stark angestiegen. Danach waren in Rheinland-Pfalz 117.371 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind rund 14.700 mehr als im März und 21.316 mehr als Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Im April des Vorjahres lag sie bei 4,3 Prozent.
„Es ist davon auszugehen, dass die Arbeitslosigkeit trotz einer erhöhten Inanspruchnahme des auf die aktuelle Situation angepassten Kurzarbeitergeldes und anderer staatlichen Hilfen auch in den kommenden Wochen und Monaten noch ansteigen wird. Daher begrüße ich die beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes und die Verlängerung des Arbeitslosengeldes um drei Monate. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Ängste der Menschen vor sozialem Abstieg und finanziellen Einbußen zumindest zu mildern. Sie geben den Betroffenen zudem eine höhere finanzielle Sicherheit, um durch die Krise zu kommen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.
„Die Corona-Krise trifft die Betriebe und Beschäftigten in unserem Land hart. Und sie kommt zu einer Zeit, in der sich die Arbeitswelt ohnehin bereits in einem Transformationsprozess befindet. Wir haben schon in der Vergangenheit gezeigt, dass wir in Rheinland-Pfalz mit einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik Krisen bewältigen können“, betonte Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Gemeinsam mit dem Bund wolle man alles dafür tun, um trotz der Unwägbarkeiten und Herausforderungen sicher durch diese Krise zu kommen.
Das Beratungsangebot zum Thema Kurzarbeit und zur Erörterung der individuellen betrieblichen Situation wird rege genutzt. Seit Beginn der Corona-Krise haben mehr als 15.000 Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz dieses Angebot in Anspruch genommen. 36.000 Anzeigen zur Kurzarbeit, vorwiegend von kleineren Unternehmen, sind seit März eingegangen. Die Branchen sind dabei unterschiedlich stark betroffen. So kommen in Rheinland-Pfalz besonders viele Anzeigen aus dem Gastgewerbe, dem Einzelhandel und dem Gesundheitswesen.

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