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Alle Infos rund um den Rosenmontag am 24. Februar

Kommenden Montag steigt der 69. Rosenmontagszug seit Ende des 2. Weltkrieges. Er erreicht mit 9.480 Aktiven eine Zuglänge von 9 Kilometern. Die Wagen wurde heute der Öffentlichkeit vorgestellt und sind am Sonntag auf der Lu vorab zu sehen.  Der Zugweg bleibt unverändert:
Aufstellungsbereich: Goethestraße – Kreyßigstraße – Kaiser-Wilhelm-Ring – Boppstraße – Colmarstraße – Josefstraße
Zugstrecke:
Josefsstraße – Boppstraße – Kaiserstraße – Stadthaus – Kaiserstraße (rund um Christuskirche) – Bauhofstraße – Große Bleiche – Große Langgasse – Ludwigsstraße – Theater/ Gutenbergplatz – Domplätze – Rheinstraße – Holzhofstraße / Schifffahrtsmuseum – Weißliliengasse bis Ludwigsstraße – Schillerplatz / Fastnachtsbrunnen – Schillerstraße
Ende des Zuges:
Münsterplatz in Richtung Binger Straße / Bahnhofstraße

Für Feuerwehr und Rettungsdienste wird die Zugstrecke auch im Jahre 2020 in insgesamt 64 Sektoren eingeteilt. Hierzu werden erneut „Sektorenschilder“ angebracht sein – diese Sektoren helfen bei einem Schadensereignis, den Ort des Geschehens schneller und genauer zu lokalisieren und beschreiben zu können.

Für die jederzeitige Erreichbarkeit aller Gebäude in Mainz – auch während des Zuges – ist die Freihaltung von Rettungswegen notwendig. Teilweise sind auf diesen Rettungswegen daher Halteverbote angeordnet. Gerade hier wird das Verkehrsüberwachungsamt falsch geparkte Fahrzeuge abschleppen müssen. Daher die Bitte an die Mainzer Bürger: Aufgestellte Halteverbote bitte strikt beachten!

Für Elke Schmitt, Leiterin des Verkehrsüberwachungsamtes, und ihre Mitarbeiter/innen beginnt der Rosenmontag auch im Jahre 2020 nach einem starken Kaffee in aller gähnenden Herrgottsfrühe: Gegen 6.15 Uhr bereitet Schmitt die Anwohner im Aufstellungsbereich aus alter Verbundenheit schon „traditionell“ aus dem rollenden Dienstwagen heraus per Lautsprecher auf das Kommende vor – und ersparte damit in den vergangenen Jahren vielen Anwohnern ein teures, „zu spätes“ Erwachen… – Die Kontrollen beginnen auch in diesem Jahr bereits ab 5.00 Uhr früh.

Wer zu dieser Zeit noch sein Fahrzeug in den Bereichen Goethestraße – Kreyßigstraße – Josefstraße – Boppstraße – Kaiser Wilhelm-Ring – Nackstraße – sowie den angrenzenden Straßen des Aufstellungssektors und der wichtigen Rettungswege abgestellt hat und die Tage zuvor bereits aufgestellten Halteverbotsschilder für den Rosenmontag ignoriert, muss spätestens ab 6.30 Uhr mit dem Abschleppen des Autos rechnen.

Im Aufstellungsbereich finden sich vor Zugbeginn die rund 8.665 Aktiven zusammen. Hier werden Gruppen, Motivwagen und Pferde über Stunden koordiniert peu á peu in den Zug eingewiesen. Anwohner sollten sich beeilen, denn der legendäre „Schmitt’sche Weckruf“ bleibt auch 2020 zumeist die „allerletzte Chance“, dem Abschlepphaken noch zu entgehen. Wer daher entspannt ausschlafen möchte, sollte sein Fahrzeug bereits zuvor gezielt deutlich außerhalb dieses Areals abstellen.

Elke Schmitt bittet alle Autohalter daher auch 2020 eindringlich, die Beschilderungen frühzeitig zu beachten, um vermeidbare Unannehmlichkeiten und Kosten durch Verwarnungen oder Abschleppvorgänge zu vermeiden.

„Bis zum Beginn des Zuges laufen im Aufstellungsbereich, zeitgleich entlang des kompletten Zugweges als auch im weiteren Verlauf des Umzugs mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis in die Altstadt hinein unsere Vorbereitungen und Kontrollen, um einen reibungslosen Ablauf des Zuges zu ermöglichen. Wenn dann jedoch, trotz des mehrfachen Aufrufes in den Stunden zuvor, weiterhin Privatfahrzeuge im Wege stehen – dies gilt gerade auch für die mit Halteverbotsschildern bestückten Rettungswege in der Nähe des Zugweges – müssen wir abschleppen. Unser Augenmerk gilt vor, während und nach Ende des Zuges explizit auch den Rettungswegen, die wir wie in jedem Jahr für Notfälle freihalten müssen“, verweist Elke Schmitt erneut frühzeitig darauf, die bereits eine Woche vor dem Rosenmontagszug aufgestellten Hinweis- und Halteverbotsschilder zu beachten.

Es gelte mithin für die Anwohner dieser Bereiche, vorausschauend bereits früh alternative Stellplätze anzusteuern, um eine unbeschwerte Fastnacht feiern zu können.

Für den Fall, dass dennoch abgeschleppt wurde, erhält der/die Fahrzeugführer/in am gleichen Tag unter der Telefonnummer 12-2181
(Verkehrsüberwachung, Einsatzzentrale, bis 23.00 Uhr besetzt, danach bitte die Polizei kontaktieren) nähere Informationen, wie er/sie wieder in den Besitz des Autos kommt.

Öffentliche Toiletten
Entlang der Zugstrecke stellt die Stadt Mainz an 16 Standorten 30 Toilettenwagen (acht davon sind barrierefrei) auf. Ergänzend werden acht Urinale an sieben Standorten mit einer Breite von je fünf Metern bereitgestellt, die mittels Bauzäunen und Planen sichtgeschützte Bereiche für die Gäste des Rosenmontagszuges darstellen. Die Urinale werden mit 18 Dixie-Toilettenkabinen ergänzt, um an diesen Standorten auch ein Angebot für Frauen vorzuhalten.

Von der Kaiserstraße bis einschließlich Weißliliengasse sind insgesamt 11 Dixi-Toilettenkabinen und 14 Stehurinale (das bekannte Festivalmodell, an dem vier Herren gleichzeitig ihre Notdurft verrichten können) verteilt und decken vormals vorhandene Lücken ab. Sowohl Dixies als auch Urinale benötigen weder Frisch- noch Abwasser und auch keinen Stromanschluss. Auch sind sie von der Standfläche bedeutend kleiner als ein vollwertiger Toilettenwagen und somit sehr flexibel insbesondere dort einsetzbar, wo kein Toilettenwagen gestellt werden kann.

Der Veranstalter MCV wird ergänzend rund 120 Dixi-Toiletten platzieren: 30 DIXIs im Aufstellungsraum, 10 x am Georg-Moller-Passage, 20 weitere Toiletten stehen am Theater, zudem in der Kötherhofstraße (10), Emmeransstraße (10) sowie auf dem Dr. Gisela-Thews-Platz (10). Weitere 30 Dixi-Toiletten stehen zur freien Verteilung um das Veranstaltungsgelände zur Verfügung sowie im MCV-Bühnenbereich. Auch mehrere Toilettencontainer werden angeboten: Große Langgasse, Schillerstraße am Schillerdenkmal,

Umfeld Ballplatz, 2 x Fuststraße und 1 Container findet sich am Liebfrauenplatz).

Dass die in der Inselstraße gestellten Dixies auch genutzt werden, darauf achtet auch in 2020 die private Security des MCV. Der Veranstalter investierte bereits 2019 zusätzlich einen vierstelligen Betrag für Toiletten, betont MCV-Präsident Reinhard Urban. „Wir nehmen auf der Basis der Erfahrungen der Vorjahre immer wieder Anpassungen vor“, so Urban, „und versuchen, die Belastungen mit Müll und Wildpinklern so gering wie möglich zu halten.“

Das Standes-, Rechts- und Ordnungsamt wird im Zuge allgemeiner Kontrollen mit mehreren Teams beim Rosenmontagszug Präsenz zeigen – und während der Veranstaltung unter anderem auch erneut auf „wildes Urinieren“ achten. Sollte jemand hierbei angetroffen werden, kann es teuer werden – es drohen Bußgelder von 50 Euro zuzüglich Verwaltungsgebühren, mithin 75 Euro…
Daher: Es ist allemal besser, hygienischer – und weitaus günstiger – frühzeitig ein offizielles „stilles Örtchen“ aufzusuchen.

Kinderbetreuungsstelle für „verlustigen Nachwuchs“
Für Kinder, die beim Rosenmontagszug im Trubel des Geschehens verloren gehen sollten, bietet die Polizeidirektion Mainz in der Polizeiinspektion I (Weißliliengasse) bis 17 Uhr seit Jahren bereits einen Raum für Kinder an, wo sich die Kids bis zur Abholung durch die Eltern aufhalten können.
Sollte sich die Abholung verzögern, werden die Kinder ab 17 Uhr in der Kindernotaufnahmestelle Juvente (früheres Städtisches Kinderheim), Gleiwitzer Straße 1, betreut.
Die Polizeiinspektion ist telefonisch unter 06131 – 65 41 75 und 65 41 69 erreichbar, die Notaufnahmestelle unter 90 60 982.

Auf das Auto verzichten – den ÖPNV nutzen!
Da auch 2020 erneut mehr als 500.000 Zuschauer in Mainz erwartet werden und aufgrund des Zugwegs naturgemäß weite Teile und Achsen (Ludwigsstraße, Große Langgasse, Kaiserstraße, Große Bleiche) der Innenstadt mit dem Auto nicht zu passieren sind, weisen die Stadtverwaltung als auch die Mainzer Mobilität darauf hin, dass der erweiterte Fahrplan des ÖPNV sowie zusätzliche Bahn-Angebote eine entspannte Anreise zum Rosenmontagszug von nah und fern abseits von Staus und fehlenden Parkplätzen ermöglichen (vgl. gesonderte Fahrplanmeldungen Deutsche Bahn AG und Mainzer Mobilität).

Einige Parkhäuser nur eingeschränkt erreichbar
Einige Parkhäuser mit Innenstadtlage in direkter Zugnähe – Kronberger Hof, Theaterparkhaus, Landtag/Deutschhausplatz und Proviantamt – werden nur stark eingeschränkt vor und nach dem Rosenmontagszug zu befahren sein. Die Parkhäuser Malakoff-Park und Cine-Star können voraussichtlich ab 19 Uhr wieder angefahren werden. Die „Parken in Mainz GmbH“ (PMG) verweist auf das Parkhaus City-Port (1200 Stellplätze). Die Polizei ist bemüht, die Zufahrt zu den Parkhäusern Rheinufer, Rathaus, Löhrstraße sowie am Brand zu gewährleisten.

Sicherheit der Närrinnen und Narren
Die Mitarbeiter/innen des Standes-, Rechts- und Ordnungsamtes sowie des Amtes für Wirtschaft und Liegenschaften widmen sich auch im Jahre 2020 bei der Überwachung des Festbereiches der Kontrolle von Lebensmitteln, fliegenden Händlern sowie der öffentlichen Beschallung entlang der Zugstrecke.
Auch werden Mitarbeiter/innen des Standes-, Rechts- und Ordnungsamtes gemeinsam mit Sicherheitskräften des Mainzer Carneval-Vereins die Einhaltung des Glasverbotes überwachen und – sofern erforderlich – durchsetzen. Das Glasverbot gilt an Weiberfastnacht (Donnerstag, 20.02.) von 08.00 bis 17.30 Uhr im Bereich des Schillerplatzes sowie an Rosenmontag (24.02.) von 08.00 Uhr bis Fastnachtsdienstag 08.00 Uhr auf der „Narrenmeile“, also vom Schillerplatz bis zum Höfchen.
Stadt und Veranstalter appellieren daher an die Feiernden, Glas zu Hause zu lassen und nicht zur Veranstaltung mitzubringen.

Sanitätsdienste entlang der Zugstrecke
Knapp 400 Einsatzkräfte von ASB, DRK, JUH und MHD sorgen für die sanitätsdienstliche Betreuung entlang der Zugstrecke.
Sie finden diese an folgenden stationären Unfallhilfsstellen:
– Hauptbahnhof (in der Verlängerung der Schottstraße)
– Foyer Stadthaus Große Bleiche , Große Bleiche 46
– Große Langgasse (Innenhof Gesundheitsamt)
– Große Langgasse (Parkplatz vor Gaststätte Porter House)
– Foyer Kleines Haus
– Leichhof
– Malakoff-Terrasse (In der Malakoff-Passage)
– Rheinstraße (Höhe Römerschiffmuseum)
– Holzhofstraße (Höhe Windmühlenstraße)
– Martinusschule (Weißliliengasse 11)
– Maria-Ward-Schule am Ballplatz (Innenhof ehem. Kloster)
– Innenhof des Institut Francais

Darüber hinaus befinden sich an weiteren Standorten Sanitätsfahrzeuge; gleichzeitig sind zahlreiche Fußstreifen entlang des Zuges unterwegs. Im Notfall bitte per Handy die Notrufnummer 112 oder die Rettungsleitstelle unter 06131 – 19222 anwählen.
Zugleich gilt für alle Besucherinnen und Besucher: Jede uniformierte Einsatzkraft der Polizei, Feuerwehr, des Ordnungsamtes, des Rettungs- und Sanitätsdienstes, als auch des Sicherheitsdienstes des MCV ist bei Notfällen ansprechbar.

„Partner für mehr Sicherheit“: Stationen der Polizei im Veranstaltungsbereich – Frauennotruf
„Alle Einsatzkräfte der Polizei sind für alle Besucherinnen und Besucher jederzeit ansprechbar und sehen sich als ,Partner für mehr Sicherheit‘. Bei Belästigungen, Übergriffen oder anderen Anlässen bittet die Polizei um schnellstmögliche Information, um gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. Hierzu sind auch 2020 Polizeiposten eingerichtet, die in der Nähe der Feuerwehrstandorte zu finden sind“, betont Rinaldo Roberto, Pressesprecher der Mainzer Polizei. In enger Zusammenarbeit mit dem Frauennotruf vermittelt die Polizei auch Beratungsmöglichkeiten. Als Fachberatungsstelle ist der Frauennotruf am Rosenmontag über eine Bereitschaft erreichbar. Der Frauennotruf informiert, berät, unterstützt und begleitet unabhängig und – wenn gewünscht auch anonym – Mädchen ab 14 Jahren und Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren oder erlebt haben.

Verbot von Drohnen
Auch an Altweiberfastnacht bis einschließlich Fastnachtsdienstag (20.02. bis 25.02.2020) sind aufgrund von § 21b Abs. 1 Nr. 2 LuftVO der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen, sogenannten Drohnen, über und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von Menschenansammlungen, Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Polizei, Rettungsdiensten und der Feuerwehr verboten.
Dies gilt für alle Arten von Drohnen, unabhängig davon, ob hierfür eine Aufstiegserlaubnis erforderlich wäre. Wer trotzdem ein Flugmodell oder Unbemanntes Luftfahrtsystem (UAS) aufsteigen lässt, handelt ordnungswidrig. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden, auch ist in solchen Fällen damit zu rechnen, dass Kosten für Polizeieinsätze anfallen und die Fluggeräte sichergestellt werden. Polizei, Stadtverwaltung und Veranstalter appellieren daher an alle Drohnen-Piloten, ihre Fluggeräte am Boden zu belassen.

Videokameras & Einsatz von Polizeidrohnen
Wie in jedem Jahr setzt die Polizei im Bereich der bekannten Locations mit hohem Besucheraufkommen Videokameras ein. Diese dienen insbesondere dem frühzeitigen Erkennen von Gefahrensituationen und Straftaten. Einsatzkräfte können so zielgerichteter und schneller an die Einsatzörtlichkeiten gelotst werden. Erstmals setzt die Polizei Mainz auch eine Drohne ein und ergänzt damit stationäre Videokameras um ein mobiles Einsatzmittel. Mit Hinweisschildern an den überwachten Plätzen und großen Zufahrtswegen weist die Polizei auf den Einsatz der Kameras und der Drohne hin.
Einsatz, Aufzeichnung und spätere Löschung erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorgaben des rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für Daten- und Informationssicherheit LfDI.

Zwei Kilometer Sperrgitter
Anwohner fragen in jedem Jahr wiederkehrend: Die verkehrlichen Sperrzeiten am Rosenmontag sind zeitlich so gestaltet, dass die ersten Gitter früh morgens ab 7.00 Uhr aufgestellt werden – von da an gibt es wachsende Beeinträchtigungen im Verkehr. Ab 10.00 Uhr ist dann die Stadt von der Holzhofstraße bis Kaiser-Karl-Ring vollständig für den Individualverkehr gesperrt. Die Rheinstraße ist wegen des Aufbaus von Gittern zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und der Salvatorstraße bereits um 8.30 Uhr geschlossen und wird voraussichtlich um 18.00 Uhr nach erfolgter Reinigung wieder geöffnet werden. Anwohner können als Anlieger vor/nach dem Zug die Altstadt aus Richtung Rathaus bis zur Templerstraße erreichen.
Um einen problemlosen Ablauf des Rosenmontagszuges zu gewährleisten, stellt die Straßenverkehrsbehörde mit 50 Mitarbeitern und Helfern 450 schwere Gitter (Gesamtlänge 1350 Meter) sowie 300 leichte Gitter (750 Meter) am „Tag der Tage“. Rund 310 Halteverbotsschilder sind dann bereits seit längerem platziert. Im Stadtkern folgen am Rosenmontag 110 Absperrungen sowie 150 weitere Verkehrszeichen.

LKW-Fahrverbot am Rosenmontag
Auch am Rosenmontag, 24.02.2020 hat die Stadt Mainz per Allgemeinverfügung (auf Basis des § 45 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung) Lkw-Fahrverbote für die Innenstadt erlassen. Das Fahrverbot gilt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen einschließlich ihrer Anhänger und Zugmaschinen. Es gilt am Rosenmontag in der Zeit von 08.00 bis 19.00 Uhr für das Stadtgebiet umgrenzt von Hohlstraße – Göttelmannstraße – Am Stiftswingert – An der Goldgrube – Pariser Straße – Fichteplatz – Am Römerlager – Augustusstraße – Mombacher Straße – Rheingauwall – Hattenbergstraße – Zwerchallee.
(vgl. Grafik: Anlage Lkw-Fahrverbot Rosenmontag)
Die aufgeführten Straßen sind selbst nicht vom Fahrverbot betroffen.
Die Sicherheitslage erfordert, dass ein Befahren der Bereiche mit Lastkraftwagen zum Schutze der Teilnehmer/innen und der Besucher/innen des Rosenmontagszuges verhindert wird.

Entsorgungsbetrieb: 124 Mitarbeiter sorgen für saubere Gassen – Reinigung bis in den späten Abend
Die Hauptlast des Rosenmontagszuges – und dessen Folgen – liegt seit unzähligen Jahren auf den Schultern (und den zahllosen Kehrblechen) der Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebes. Vier Arbeitsgruppen rücken auch in diesem Jahr in der Stadt den enormen Müllbergen – schätzungsweise erneut um die 85 Tonnen in der ersten Reinigung, final in der Regel um die 90 bis 95 Tonnen insgesamt – zu Leibe.

Vier Arbeitsgruppen mit insgesamt 124 Kräften sind entlang des Zugweges auf Tour. Zwischen Schillerplatz und den Domplätzen bzw. Fischtorstraße kann die Reinigung jedoch wegen der großen Menschenmengen nicht direkt im Anschluss an den Zug erfolgen. Diese erfolgt am Dienstag früh. Bei der Zugwegreinigung sind 24 Kollegen der Entsorgung im Areal Schillerstraße, Binger Straße bis Alicenplatz sowie Bahnhofstraße und Bahnhofsplatz/Parcusstraße und das Areal um die Bonifaziusstraße aktiv.

Weitere 36 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, die Rheinstraße, Holzhofstraße und teils Weißliliengasse zu reinigen. Direkt nach Zugende sind in zwei Gruppen 64 Kraftfahrer, Reiniger und Müllwerker tätig, die die Spuren des Zuges bis zur Weißliliengasse entfernen, um schnellstens wieder einen fließenden Autoverkehr zu ermöglichen.

Insgesamt werden somit – inklusive kurzfristiger Koordination – 124 Mitarbeiter (traditionell als Müllwerker „närrisch verkleidet“…) im Schwerpunkt von 15.00 Uhr bis ca. 20.30 Uhr bemüht sein, zunächst die groben Verunreinigungen auf dem Zugweg – bis auf die genannten Ausnahmebereiche – noch am selben Tage zu beseitigen. Die sich anschließende Feinsäuberung wird nach dem Abbau der Verkaufsstände, dem Abtransport der zahlreichen Gitter und dem Ende aller festlichen Aktivitäten erfolgen.

Hermann Winkel, Werkleiter des Entsorgungsbetriebes, skizziert die Vorgehensweise auch für den aktuell anstehenden 118. Umzug: „Die Säuberung erfolgt auch 2020 nach Ende des Zuges mit professioneller Routine, das hat sich über Jahre eingespielt. Wir nehmen den Zug nach dem Ende von mehreren Seiten ,in Angriff’. Manche Innenstadtbereiche werden aber wie stets erst am Folgetag in den sehr frühen Morgenstunden gereinigt werden können, da wir aufgrund der Menschenmenge mancherorts nicht durchkommen. Ansonsten gehen wir im gesamten Stadtgebiet sukzessive von der Grob- zur Feinsäuberung über.“ Der Entsorgungsbetrieb, so Winkel, rechnet nach vorsichtigen Schätzungen im Jahr 2020 mit einem Gesamtmüllaufkommen von annähernd 90 bis 95 Tonnen.

OB Michael Ebling dankt engagierten „Saubermännern“
Oberbürgermeister Michael Ebling wird traditionell am Rosenmontag beim Empfang im Staatstheater zugegen sein, ehe es auch 2020 auf der Ehrentribüne vor dem Theater „hoch her gehen“ wird. Nach Ende des Zuges stattet der OB den bei der Zugreinigung stark beanspruchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Entsorgungsbetriebes „zur Halbzeit der Reinigungsaktivitäten“ gegen 17.30/17.45 Uhr in der Kötherhofstraße (Nähe Große Langgasse) wie in den vergangenen Jahren den bereits traditionellen Besuch ab, um Dank zu sagen für den Einsatz – und hat eine „kleine Überraschung“ im Gepäck.

2020: Erweitertes Glasverbot bleibt in Kraft
Die Glasverbotszone wurde konzeptionell im Jahr 2018 deutlich ausgeweitet und wird auf dieser Basis auch 2020 weiter beibehalten. Im Bereich der Festmeile vom Schillerplatz bis zum Höfchen („…von Narrenturm zu Narrenturm“) müssen die Besucherinnen und Besucher mit Kontrollen durch Sicherheitspersonal des MCV und des Kommunalen Vollzugsdienstes rechnen. Wird bei diesen Kontrollen Glas festgestellt, wird die/der Betroffene gebeten, das Glas in bereitgestellte Container zu entsorgen (ggf. wird das Glas abgenommen). MCV und Stadt appellieren daher erneut an alle Närrinnen und Narren, keine Glasbehältnisse zum Rosenmontagszug mitzubringen.

Konkret ist es untersagt, am Donnerstag („Weiberfastnacht“, 20.02.2020) von 8.00 bis 17.30 Uhr, die folgenden Bereiche der Stadt Mainz mit Glasbehältnissen (z.B. Flaschen, Gläser, Krüge, Karaffen) zu betreten:
– Schillerplatz (einschließlich Grünanlagen)
– Inselstraße (Schillerplatz bis Hausnummer Inselstraße 3)
– Ludwigstraße, Schillerplatz bis Kreuzung Große Langgasse/Weißliliengasse
– Ballplatz: Schillerplatz bis Höhe Hausnummer Ballplatz 7

In der Zeit von „Rosenmontag“ (24.02.2020, 8.00 Uhr) bis zum „Fastnachtsdienstag“ (25.02.2020, 8.00 Uhr) gilt das Glasverbot in erweiterter Form in den Bereichen :
– Schillerplatz (einschließlich Grünanlagen)
– Inselstraße
– Kötherhofstraße
– Ballplatz, vom Schillerplatz bis Durchgang Weißliliengasse
– Ludwigsstraße einschl. Nebenplätze und Grünanlagen
– Große Langgasse ab Einmündung Emmeransstraße bis Ludwigsstraße
– Weißliliengasse ab Hausnummer 31 bis zur Ludwigsstraße
– Gymnasiumstraße von Großer Langgasse bis Hausnummer 2
– Dominikanerstraße einschließlich des Parkplatzes
– Vordere Präsenzgasse
– Fuststraße von der Ludwigsstraße bis Ende Tritonsplatz (Kleines Haus)
– Tritonplatz
– Gutenbergplatz
– Georg-Moller-Passage
– Schöfferstraße
– Alte Universitätsstraße (Ecke Alte Universitätsstraße 19/Schusterstraße 19 bis Schöfferstraße einschließlich des Platzes vor der Alten Universität)
– Höfchen einschließlich der Grünanlagen
(vgl. Grafiken: Anlage 2).
Der Leiter des Entsorgungsbetriebes, Hermann Winkel: „Ich habe bei der erstmaligen Einführung der Aktion im Jahre 2012 persönlich erlebt, dass die Besucher zu einem frühen Zeitpunkt am Schillerplatz dem Glasverbot gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt waren und Glasbehältnisse an den Kontrollstationen ohne Diskussionen in hohem Maße getauscht wurden. Auffällig war in all den Jahren danach, dass ein großer Teil der Besucher über das Glasverbot informiert war und oft eigene Plastikbehältnisse dabei hatte. Lediglich das deutlich stärkere Aufkommen der Kleinstflaschen der Spezies ,Kleiner Feigling‘ blieb über Jahre auffällig. Hiervon geht allerdings eine ernstzunehmende Gefährdung durch Glasbruch und daraus folgenden Verletzungen aus.“

Winkel: „Das Glasverbot ist trotz schwankender Sammelmengen in den separat aufgestellten Glassammelgefäßen seit 2015 grundsätzlich der richtige Weg. Wir stellen fest, dass immer mehr Zugbesucher auf das Mitbringen von Getränken in Glasbehältnissen verzichten. Die räumliche Ausweitung des Bereiches im Jahr 2018, die Thematisierung des Glasverbotes über die Medien sowie die begleitende Information an den Einlass- und Kontrollstellen zu den Festbereichen bleiben der folgerichtige Schritt. Es bleibt spannend, wie sich das Projekt 2020 weiterentwickelt – der grundlegende Effekt ist nicht gering zu schätzen. Ich erhoffe mir einen weiterhin steigenden Vermeidungsfaktor – dies steht und fällt natürlich mit der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger. Klar bleibt: Ein Glasverbot spart Kosten, erhöht allseits die Sicherheit und mindert Verletzungsgefahren – alle Seiten gewinnen.“

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